Alexander von Humboldt und die Eiszeit

Am 20. September 2018 starb kurz nach Vollendung seines 95. Lebensjahres der Geographiehistoriker und Alexander-von-Humboldt-Forscher Prof. Dr. Hanno Beck. Beck gehörte zu der Generation von Gelehrten, die nach dem Zweiten Weltkrieg den Forschungen zu Alexander von Humboldt in Deutschland ein neues Profil verliehen haben. Dabei ging es um eine gut dokumentierte Darstellung von Humboldts Leben und Werk; aber damit nicht genug, Beck erwarb sich auch Verdienste bei der Neuedition wichtiger Schriften des preußischen Gelehrten. Becks Lebenswerk konnte bereits 2013 in HiN anlässlich seines 90. Geburtstages gewürdigt werden. Anstelle eines Nachrufes veröffentlichen wir an dieser Stelle einen Aufsatz von 1973. In dieser durch umfangreiche Briefzitate gut dokumentierten Arbeit gibt der Autor viel von seinen persönlichen Ansichten preis. Der Ton erinnert sehr an den Vortragsstil des Bonner Forschers.

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“Mason without apron” – Alexander von Humboldt and the world of freemasonry

While the lack of religion in Alexander von Humboldt’s work and the criticism he received is well known, his relationship with Freemasonry is relatively unexplored. Humboldt appears on some lists of “illustrious Masons,” and several lodges carry his name, but was he really a member? If so, when and where did he join a lodge? Are there any comments by him about Freemasonry? Who were the renowned Masons he was surrounded by? This paper examines these questions, but more importantly it analyzes what a membership might have meant for Humboldt’s scholarly work. It looks particularly at the unprecedented success he enjoyed in the United States in the early 19th century and the factors behind it. What could he have gained from these connections and how was he viewed by Masonic leaders and lodges in the trans-Atlantic world?

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18.01.2020, Humboldt-Vorträge und Diskussionsrunden beim Salon Sophie Charlotte der BBAW, Berlin

Der Salon Sophie Charlotte 2020 der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am 18. Januar 2020 macht „Weltbilder“ zum Programm. Er widmet sich historischen Naturdarstellungen, Weltdeutungen und Weltmodellen ebenso wie aktuellen und zukünftigen Blicken auf die Welt. Über 100 WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen eröffnen Ihnen neue Zugänge zur Welt.
In Raum 228 im 2. OG des Akademiegebäudes am Gendarmenmarkt empfängt der Historiker Étienne François als Gastgeber zu einem Abend über „Die Humboldts und die Welt“. Zu seinen Gästen zählen David Blankenstein, María Milagros Franco Suarez, Anke te Heesen, Eberhard Knobloch, Tobias Kraft, Dorothee Nolte, Antonio Rojas Castro, Frank Suder, Ute Tintemann und Luis Velázquez-Pérez.

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Faszination AvH

Alexander von Humboldts Forschungsreise in die Neue Welt ist ein Gründungsmoment moderner Wissenschaft. Sie liefert uns Impulse und Grundlagen für ein 21. Jahrhundert, das im Zeichen des Zusammendenkens und Zusammenlebens stehen muss. Von der lange verschütteten Tradition einer Humboldt’schen Wissenschaft aus lassen sich heute, am Ausgang unserer aktuellen Globalisierungsphase, neue Zukünfte denken und entfalten. Das Zusammendenken von Natur und Kultur im Horizont einer Ökologie, die sich mit Gesellschafts- und Wirtschaftsstrukturen vernetzt; der Entwurf einer Kosmopolitik, die nicht auf Machtasymme­trie, Inferiorisierung und Abhängigkeit abzielt, sondern die Zirkulation von Wissen zur Grundlage einer sich demokratisierenden Weltgesellschaft macht: Dies sind Kreuzungspunkte eines Denkens, das nicht nur an Aktualität, sondern im Zeichen neu entfachter Nationalismen, neuer Fundamentalismen und neuer globaler Ausgrenzungen vor allem an Dringlichkeit gewonnen hat.

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Pyrenäen-Landschaft und Totenmaske | Objektgeschichten der DHM-Ausstellung „Wilhelm und Alexander von Humboldt“

Von den Brüdern Humboldt wird Wilhelm häufig als der Sesshafte wahrgenommen – obwohl auch er viele Jahre seines Lebens im Ausland verbrachte und zu zahlreichen Reisen aufbrach. Ein Grund für diese Wahrnehmung mag im visuellen Gedächtnis zu den Humboldt‘schen Reisetätigkeiten liegen. Anders nämlich als Alexander fertigte Wilhelm nur wenige Zeichnungen auf seinen Reisen an. Das Gemälde der Pyrenäen, die der älterer der Humboldt-Brüder im Jahr 1799 auf seinem Weg nach Spanien bereiste, zeichnet ein anderes Bild.
Als Alexander von Humboldt am 6. Mai 1859 im Alter von 89 Jahren in Berlin verstarb, fertigte Gustav Hermann Blaeser unmittelbar danach die Totenmaske an. Die Abformung des Gesichts mit Gips oder Wachs unmittelbar nach Eintreten des Todes war im 19. Jahrhundert eine gängige Methode. Die Masken dienten zu wissenschaftlichen und pädagogischen Zwecken. Denn sie fanden unter anderem in der Künstlerausbildung Verwendung.

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Neuerscheinungen zu Alexander von Humboldt: Eine Bücherschau am Ende des Jubiläumsjahres (I)

Neben einer Vielzahl von Konferenzen, Ausstellungseröffnungen, Diskussionsrunden, Buchvorstellungen und anderen Veranstaltungen gab es im zu Ende gehenden Jubiläumsjahr eine Fülle von Neuerscheinungen über Alexander von Humboldt. Bislang konnte nur ein Teil davon hier vorgestellt werden. Zum Jahresende nun eine knappe Übersicht über einige der Publikationen:

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05.12.2019, Tagung: „Mit Alexander von Humboldt den Boden neu entdecken. Boden und Biodiversität – alles hängt mit allem zusammen“, Berlin

Im Zeichen des Alexander-von-Humboldt-Jubiläumsjahres steht auch die diesjährige Fachtagung der Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt (KBU). Bei der Tagung für Entscheidungstragende und Agierende aus der Politik, der Verwaltung, sowie aus Gremien und Verbänden im Themenfeld Bodenschutz, Naturschutz und Biodiversität, die am 5. Dezember 2019, dem internationalen Tag des Bodens, in Berlin stattfindet, wird der Boden aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachtet und das Bewusstsein für Biodiversität im Boden in diesem Zusammenhang geschärft.

Mit Alexander von Humboldt den Boden neu entdecken: Dies geschieht nicht nur in Fachvorträgen, sondern auch im aktiven Miteinander an Thementischen, um sich konkreten Fragestellungen und gemeinsamen Herausforderungen von Boden- und Naturschutz zu stellen.

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04.-06.12.2019, Conference: „Alexander von Humboldt: Circulation of State Knowledge in Europe and Latin America“, Berlin

Conference, Dec 4-6, 2019, Berlin Alexander von Humboldt: Circulation of State Knowledge in Europe and Latin America Alexander von Humboldt’s

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03.12.2019 „Alexander von Humboldt und die Sprache“. Vortrag von Jürgen Trabant

Wer über Wilhelm oder Alexander von Humboldt forscht, wird sich notgedrungen auf einen der beiden Brüder konzentrieren. Zu umfangreich und komplex sind ihre jeweiligen Forschungen, Publikationen und Lebensleistungen, als dass man sich beiden zugleich mit hinreichender Aufmerksamkeit widmen könnte. Den je anderen Bruder aus dem Blick zu verlieren, ist angesichts ihrer persönlichen Beziehung und wissenschaftlicher Querverbindungen jedoch auch undenkbar.
Dies zeigen anschaulich die Untersuchungen zum dritten Kapitel aus Alexander von Humboldts „Ansichten der Natur“ (3. Aufl. 1849), die der Sprachwissenschaftler und führende Wilhelm-von-Humboldt-Experte Jürgen Trabent angestellt hat. Am 3. Dezember 2019 um 18:00 trägt er im Senatssaal der Humboldt-Universität über „Das nächtliche Thierleben im Urwalde“ aus sprachtheoretischer Perspektive vor.

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25.11.2019, Podiumsgespräch: „Unerzählte Geschichten. Wilhelm und Alexander von Humboldt“, Berlin

Was hat eine Skulptur aus den Vatikanischen Museen mit Alexander von Humboldts Sektionsprotokollen von Krokodilen zu tun? Was ein ausgestopfter Ibis mit Wilhelm von Humboldts Sprachstudien?
Die Ausstellung „Wilhelm und Alexander von Humboldt“, die seit dem 21. November 2019 im Deutschen Historischen Museum zu sehen ist, stellt mit einer Vielzahl nie zuvor gezeigter Objekte ungekannte Zusammenhänge her.
Stefan Koldehoff vom Deutschlandfunk spricht am 25. November 2019 um 18:30 im Zeughauskino des DHM mit den Kuratoren der Ausstellung, Bénédicte Savoy und David Blankenstein, sowie den Humboldt-Experten Dorothee Nolte und Jürgen Trabant über unbekannte Objekte und unerzählte Geschichten über Wilhelm und Alexander von Humboldt, die neue Perspektiven auf die beiden Brüder bieten und zugleich viel über Wissen, Politik und gesellschaftliche Zustände ihrer Zeit offenbaren.

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03.12.2019, „Reisen – notieren – skizzieren. Humboldt und Fontane unterwegs“, Berlin

Auf den Chimborazo und durch die Mark Brandenburg: Neben Alexander von Humboldt gibt es einen zweiten großen Jubilar des Jahres, der ebenfalls auf Reisen ging und seine Beobachtungen und Überlegungen akribisch festhielt: Theodor Fontane, dessen Geburtstag sich zum 200. Mal jährt. Die Humboldt-Universitäts-Gesellschaft widmet den beiden berühmten Reisenden und ihren Aufzeichnungen am 3. Dezember 2019 eine gemeinsame, hochkarätig besetzte Abendveranstaltung.

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