Pyrenäen-Landschaft und Totenmaske | Objektgeschichten der DHM-Ausstellung „Wilhelm und Alexander von Humboldt“

Von den Brüdern Humboldt wird Wilhelm häufig als der Sesshafte wahrgenommen – obwohl auch er viele Jahre seines Lebens im Ausland verbrachte und zu zahlreichen Reisen aufbrach. Ein Grund für diese Wahrnehmung mag im visuellen Gedächtnis zu den Humboldt‘schen Reisetätigkeiten liegen. Anders nämlich als Alexander fertigte Wilhelm nur wenige Zeichnungen auf seinen Reisen an. Das Gemälde der Pyrenäen, die der älterer der Humboldt-Brüder im Jahr 1799 auf seinem Weg nach Spanien bereiste, zeichnet ein anderes Bild.
Als Alexander von Humboldt am 6. Mai 1859 im Alter von 89 Jahren in Berlin verstarb, fertigte Gustav Hermann Blaeser unmittelbar danach die Totenmaske an. Die Abformung des Gesichts mit Gips oder Wachs unmittelbar nach Eintreten des Todes war im 19. Jahrhundert eine gängige Methode. Die Masken dienten zu wissenschaftlichen und pädagogischen Zwecken. Denn sie fanden unter anderem in der Künstlerausbildung Verwendung.

Weiterlesen

Sept. 2019-April 2020, Ausstellung: „Sammeln und Forschen im Geiste Humboldts“, Altenburg

Humboldts Einfluss reichte bis in die kleinsten deutschen Staaten und Städte. Im Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg standen die Astronomen Franz Xaver von Zach und Bernhard August von Lindenau in direktem Austausch mit Humboldt. Weitere Wissenschaftler der Region ließen sich vom ihm inspirieren, ebenso Mitglieder der Naturforschenden Gesellschaft des Osterlandes oder der Herzog von Sachsen-Altenburg. Ausstellungen im Lindenau-Museum Altenburg und dem Naturkundemuseum Mauritianum bieten einen kulturgeschichtlichen Blick auf das Wissen um den Naturforscher Humboldt und die von ihm in der Region ausgelösten Forschungen.

Weiterlesen

„Davon glaube ich kein Wort“. Anekdoten und Geschichten aus der Welt der Wissenschaften (Reclam 2019)

Warum wird Humboldt von Napoleon brüskiert und lässt Darwin nicht zu Wort kommen. Was verbirgt sich hinter dem „Coitus-interruptus-Experiment“? Warum sollten auch große Naturforscher gelegentlich in die Badewanne? Und warum fördert Teekonsum die wissenschaftliche Erkenntnis? In dieser Sammlung kurzweiliger Geschichten und erhellender Anekdoten aus der Welt der (Natur-)Wissenschaft, zusammengetragen von dem Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer, erfährt man es.

Weiterlesen

19.12.2019, „Inauguración de la Casa Museo Humboldt“, La Habana, Cuba

El 19 de diciembre, el día en el cual Alexander von Humboldt llegó por primera vez a la Isla de Cuba, se celebrará la inauguración oficial de la Casa Museo Humboldt en La Habana. Así La Habana tendrá su Museo Humboldt, que será al mismo tiempo un lugar para celebrar eventos culturales y científicos entre Cuba y Alemania.
También se inaugurará una exposición permanente sobre la obra y la vida del „segundo descubridor de Cuba“, junto a una conferencia de los curadores de esta selección de obras.

Weiterlesen

Neuerscheinungen zu Alexander von Humboldt: Eine Bücherschau am Ende des Jubiläumsjahres (I)

Neben einer Vielzahl von Konferenzen, Ausstellungseröffnungen, Diskussionsrunden, Buchvorstellungen und anderen Veranstaltungen gab es im zu Ende gehenden Jubiläumsjahr eine Fülle von Neuerscheinungen über Alexander von Humboldt. Bislang konnte nur ein Teil davon hier vorgestellt werden. Zum Jahresende nun eine knappe Übersicht über einige der Publikationen:

Weiterlesen

03.12.2019 „Alexander von Humboldt und die Sprache“. Vortrag von Jürgen Trabant

Wer über Wilhelm oder Alexander von Humboldt forscht, wird sich notgedrungen auf einen der beiden Brüder konzentrieren. Zu umfangreich und komplex sind ihre jeweiligen Forschungen, Publikationen und Lebensleistungen, als dass man sich beiden zugleich mit hinreichender Aufmerksamkeit widmen könnte. Den je anderen Bruder aus dem Blick zu verlieren, ist angesichts ihrer persönlichen Beziehung und wissenschaftlicher Querverbindungen jedoch auch undenkbar.
Dies zeigen anschaulich die Untersuchungen zum dritten Kapitel aus Alexander von Humboldts „Ansichten der Natur“ (3. Aufl. 1849), die der Sprachwissenschaftler und führende Wilhelm-von-Humboldt-Experte Jürgen Trabent angestellt hat. Am 3. Dezember 2019 um 18:00 trägt er im Senatssaal der Humboldt-Universität über „Das nächtliche Thierleben im Urwalde“ aus sprachtheoretischer Perspektive vor.

Weiterlesen

30.11.2019: „Unerzählte Geschichten. Eine Lange Nacht über Alexander und Wilhelm von Humboldt“ im Deutschlandfunk

Haben Krokodile eine Zunge? Was machen Stichlinge aus dem Tegeler See im Pariser Naturkundemuseum? Warum sind die Wilhelmianer beleidigt? Und wie spricht man mit einer Historikerin über Gefühle? – Dies sind nur einige der teils wissenschaftlichen, teils ganz lebenspraktischen Fragen, auf die die „Lange Nacht über Alexander und Wilhelm von Humboldt“ mit David Blankenstein, Dorothee Nolte, Bénédicte Savoy und Jürgen Trabant Antworten gibt.
In der Nacht auf Samstag, den 30.11.2019, um 00:05 sendet Deutschlandfunk Kultur den Mitschnitt des Podiumsgesprächs, das am 25.11.2019 anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Wilhelm und Alexander von Humboldt“ im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums stattgefunden hat. Eine Wiederholung läuft am späten Abend desselben Tages um 23:05 im Schwesternprogramm Deutschlandfunk.

Weiterlesen

03.12.2019, „Reisen – notieren – skizzieren. Humboldt und Fontane unterwegs“, Berlin

Auf den Chimborazo und durch die Mark Brandenburg: Neben Alexander von Humboldt gibt es einen zweiten großen Jubilar des Jahres, der ebenfalls auf Reisen ging und seine Beobachtungen und Überlegungen akribisch festhielt: Theodor Fontane, dessen Geburtstag sich zum 200. Mal jährt. Die Humboldt-Universitäts-Gesellschaft widmet den beiden berühmten Reisenden und ihren Aufzeichnungen am 3. Dezember 2019 eine gemeinsame, hochkarätig besetzte Abendveranstaltung.

Weiterlesen

21.11.2019, Eröffnung der Ausstellung „Wilhelm und Alexander von Humboldt“ im DHM, Berlin

Im Deutschen Historischen Museum ist ab dem 21. November 2019 die erste große Ausstellung über die Humboldt-Brüder in Deutschland zu sehen. Kuratiert wurde die Ausstellung „Wilhelm und Alexander von Humboldt“ von David Blankenstein und Bénédicte Savoy. Die beiden Humboldt-Experten, die schon für die viel beachtete Exposition „Les Frères Humboldt – l’Europe de l’Esprit“ in Paris 2014 verantwortlich zeichneten, haben etwa 350 Objekte zusammengetragen, teils bekannte, ja berühmte, aber auch viele entlegene, kuriose. Sie erzählen die dazugehörigen Geschichten und bieten einen neuen Blick auf Wilhelm und Alexander von Humboldt, ihr Leben, ihr Wirken und ihre Zeit.

Weiterlesen

Theateraufführung: „Humboldt – Was die Welt im Innersten zusammenhält“, 07.11.2019, Berlin

Zur Erinnerung an Alexander von Humboldts Reise nach Russland und Zentralasien vor 190 Jahren und seinen 250. Geburtstag wird am 7. November 2019 um 19:00 Uhr im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin das Theaterstück „Humboldt – Was die Welt im Innersten zusammenhält“ aufgeführt.

Weiterlesen

„Ein Tag mit Alexander von Humboldt“ am 02.11.2019 im Museum Knoblauchhaus, Berlin

Das Museum Knoblauchhaus der Stiftung Stadtmuseum Berlin widmet sich am 2. November 2019 ganz Alexander von Humboldt, dem großen Jubilar dieses Jahres. Von 13 Uhr bis in den Abend gibt es im und am Knoblauchhaus Lesungen, Kammerkonzerte und kurze Führungen. Sie können das originale Ruhebett Alexander von Humboldts entdecken, der Flötenuhr von 1797 lauschen und am historischen Schreibmöbel den Umgang mit Federkiel und Druckbleistift erlernen. Zudem werden die Terra-X-Dokumentation „Humboldt und die Neuentdeckung der Natur“ gezeigt und der neue Audioguide des Museums präsentiert.

Weiterlesen