Sibirische Pest und Social Distancing: Humboldts Reise zum Altai im Jahr 1829

Kainsk in Sibirien am frühen Morgen des 29. Juli 1829. Alexander von Humboldt ist an einem Ort, an dem er nie hätte sein sollen, und er steht vor einer schwierigen Entscheidung. Vor dreieinhalb Monaten ist er zu seiner Reise nach Russland und Sibirien aufgebrochen, dem lang ersehnten Äquivalent zur Expedition in die Tropen Amerikas (1799–1804), die ihn weltberühmt gemacht hat. Mehrere Tausend Werst hat er bereits zurückgelegt und vor nicht ganz einer Woche die mit der russischen Regierung abgestimmte Reiseroute eigenmächtig abgeändert, um bis ins Altaigebirge und an die chinesische Grenze vorzustoßen. Doch nun erhält er, mitten im sibirischen Tiefland, die „üble Nachricht“ vom Ausbruch der Sibirischen Pest. „Incertitude des plans“, vermerkt Humboldt in seinem Tagebuch. Wie reagiert er auf die Situation, in der er seine Reisepläne und Forschungsvorhaben ebenso in Gefahr sehen muss wie Leib und Leben?

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Deutschlandfunk-„Kalenderblatt“: Vor 175 Jahren erschien der erste Band des „Kosmos“

Vor 175 Jahren erschien der erste Band von Humboldts „Kosmos“. Peter B. Schumann erinnert im „Kalenderblatt“ des Deutschlandfunks an die Publikation von Humboldts Universalstück der Wissenschaftsliteratur.

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Bauforscher der Uni Bamberg dokumentieren die Alexander-von-Humboldt-Berghütte in Ecuador

Ganz buchstäblich ein Höhepunkt von Alexander von Humboldts Forschungsreise nach Süd- und Mittelamerika (1799–1804) war die Erforschung der sogenannten „Straße der Vulkane“ in Ecuador. Auf rund 4000 Höhenmetern, in einer Berghütte am Fuße des Antisana , schlug Humboldt sein Basislager für einen Besteigungsversuch des über 5.700 m hohen Vulkans auf. Die Hütte, die Bundespräsident Steinmeier am 15. Februar 2019 zum Abschluss seiner Lateinamerika-Reise anlässlich der Eröffnung der Alexander-von-Humboldt-Saison besucht hatte, gehört zu den wenigen authentischen historischen Artefakten, die Humboldts Anwesenheit auf dem Kontinent bezeugen.

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Terminänderung: Kolloquium „Humboldt y las Américas. Ein Rückblick auf das Humboldt-Jahr 2019“, Berlin

Anlässlich seines 250. Geburtstags war Alexander von Humboldt nicht nur in Deutschland in aller Munde. Besonders in Lateinamerika stand das Jahr 2019 im Zeichen einer facettenreichen Beschäftigung mit dem preußischen Weltreisenden, nicht zuletzt im Zuge der Themensaison zu Humboldt, die im Rahmen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik durchgeführt wurde.
Im Rahmen des Kolloquiums „Humboldts Netzwerke“ blicken Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Journalismus – Carolina Chimoy, Ottmar Ette, Hans-Peter Knudsen Quevedo, Sandra Rebok und Michael Zeuske – zurück auf Leitthemen, Kontroversen und Höhepunkte eines bewegten Humboldt-Jahres auf zwei Kontinenten. Dabei soll es um das durchaus unterschiedliche Humboldt-Bild in Deutschland und Lateinamerika ebenso gehen, wie um die zahlreichen Kooperationen und Initiativen, die rund um das Gedenkjahr 2019 ins Leben gerufen wurden.

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Alexander von Humboldt und Friedrich Argelander: Briefwechsel. Hrsg. v. Ingo Schwarz und Oliver Schwarz (De Gruyter 2019)

Wie viele Sterne kann man mit bloßem Auge sehen? Wie viele Jupiter-Trabanten sind auch bei Tage zu erkennen? Und welche Farbe hat das Licht veränderlicher Sterne? – Diese und viele weitere Fragen richtet Alexander von Humboldt im Zusammenhang mit seiner Arbeit am dritten Band des „Kosmos“ an einen der führenden Astronomen seiner Zeit, und Friedrich Argelander, Direktor der Bonner Sternwarte, gibt dem preußischen Gelehrten detailliert Auskunft. Während die Briefe Argelanders Aufschluss über den damaligen Kenntnisstand in der Astronomie bieten, gewährt der Briefwechsel beider Wissenschaftler als Ganzes wichtige Einblicke in einen Wissenstransfer, der Humboldts Streben nach gesicherten Erkenntnissen und seine kollaborative Arbeitsweise illustriert und zudem seine Rolle als Förderer anderer Wissenschaftler und deren Fürsprecher am preußischen Hof veranschaulicht.

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Humboldt zum Sonderpreis: Vergünstigter Eintritt zu den Ausstellungen im DHM und MfN, Berlin

Bis 29. Februar 2020 gewähren das Deutsche Historische Museum und das Museum für Naturkunde Berlin für den Besuch ihrer aktuellen Humboldt-Sonderausstellungen einen Rabatt bei Vorlage einer aktuellen Eintrittskarte des jeweils anderen Museums.

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Nur noch zwei Tage: Sound-Installation „You Will Go Away One Day But I Will Not“ im Großen Tropenhaus, BGBM Berlin

Letzte Gelegenheit zum Besuch der 360°-Sound-Installation „You Will Go Away One Day But I Will Not“ im Großen Tropenhaus des Botanischen Gartens Berlin.

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02.02.2020, Matinee: „Natur. Nach Humboldt“, Gewächshäuser des Botanischen Gartens, Berlin

Am Sonntag, dem 2. Februar 2020, findet von 11:00 bis 14:00 in den Gewächshäusern des Botanischen Gartens Berlin die Art meets Science-Matinee „Natur. Nach Humboldt“ statt. Wissenschaftler*innen und Künstler*innen präsentieren in Gesprächen, Diskussionsrunden, mit Kunst oder Musik ihre Zugänge zu der von Humboldts Naturgemälde der Tropen inspirierten 360°-Sound-Installation „You Will Go Away One Day But I Will Not“, die noch bis zum 16. Februar im Großen Tropenhaus zu erleben ist.

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Verlängert bis 16.02.2020, Ausstellung/Sound-Installation: „Natur. Nach Humboldt“ im Großen Tropenhaus des Botanischen Gartens Berlin

Mit seinem „Naturgemälde der Anden“ schuf Alexander von Humboldt 1807 einen programmatischen Entwurf für die spätere Pflanzengeographie. Diese Ikone der Wissenschaftsgeschichte vereint Naturerkenntnis und Naturerleben. Mehr als 200 Jahre später stellt das Kooperationsprojekt „Natur. Nach Humboldt“ die Frage, ob ein solcher Zugang zu Natur – ebenso wissenschaftlich wie ästhetisch – heute überhaupt noch möglich ist? Und, wenn ja: Wie würde er aussehen?
Eine Antwort geben die beiden Künstlerinnen Lucrecia Dalt (Kolumbien) und Maria Thereza Alves (Brasilien) mit ihrer Klang-Installation „You Will Go Away One Day But I Will Not“, die vom 24. Januar bis zum 2. Februar 2020 im Großen Tropenhaus im Botanischen Garten Berlin zu entdecken ist.

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18.01.2020, Humboldt-Vorträge und Diskussionsrunden beim Salon Sophie Charlotte der BBAW, Berlin

Der Salon Sophie Charlotte 2020 der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am 18. Januar 2020 macht „Weltbilder“ zum Programm. Er widmet sich historischen Naturdarstellungen, Weltdeutungen und Weltmodellen ebenso wie aktuellen und zukünftigen Blicken auf die Welt. Über 100 WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen eröffnen Ihnen neue Zugänge zur Welt.
In Raum 228 im 2. OG des Akademiegebäudes am Gendarmenmarkt empfängt der Historiker Étienne François als Gastgeber zu einem Abend über „Die Humboldts und die Welt“. Zu seinen Gästen zählen David Blankenstein, María Milagros Franco Suarez, Anke te Heesen, Eberhard Knobloch, Tobias Kraft, Dorothee Nolte, Antonio Rojas Castro, Frank Suder, Ute Tintemann und Luis Velázquez-Pérez.

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Video-Dokumentation des Humboldt Forum: „Wer ist Alexander von Humboldt?“

Das Humboldt Forum hat eine Video-Dokumentation zusammengestellt, in der nochmals die internationalen Künstler*innen, Kurator*innen und Expert*innen – darunter Diana Rico, Fabiano Kueva, Joachim Bernauer, Ottmar Ette, Lavinia Frey, Richard Décaillet, Damiao Amaral Barbosa und Harmut Dorgerloh – zu Wort kommen, die die Feierlichkeiten rund um den 250. Geburtstag Humboldts am 13. und 14. September 2019 im Humboldt Forum gestaltet haben.

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