Feueropal und Aztektisches Gefäß | Objektgeschichten der DHM-Ausstellung „Wilhelm und Alexander von Humboldt“

Der Feueropal
Haben Sie schon einmal Steine von einer Reise mitgenommen? Gesteine und Mineralien waren neben Pflanzen das wichtigste Sammelgebiet Alexander von Humboldts. Mehr als tausend Exemplare, die von Humboldts Reisen zeugen, werden heute allein im Berliner Naturkundemuseum aufbewahrt.
Das aztekische Gefäß
Ob Maximilian Franck das Gefäß jemals in der Hand hielt oder nur auf Distanz abzeichnete, muss offenbleiben. Entsprechend wissen wir nichts zu seinem Material oder Gebrauch. Aus heutiger Perspektive ähnelt es einer Teekanne, mit Henkel hinten und dem Ausguss in Form eines Kopfes vorne. Ins Auge fallen unter anderem die Kopfbedeckung und der Ohrschmuck.

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Sept. 2019-April 2020, Ausstellung: „Sammeln und Forschen im Geiste Humboldts“, Altenburg

Humboldts Einfluss reichte bis in die kleinsten deutschen Staaten und Städte. Im Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg standen die Astronomen Franz Xaver von Zach und Bernhard August von Lindenau in direktem Austausch mit Humboldt. Weitere Wissenschaftler der Region ließen sich vom ihm inspirieren, ebenso Mitglieder der Naturforschenden Gesellschaft des Osterlandes oder der Herzog von Sachsen-Altenburg. Ausstellungen im Lindenau-Museum Altenburg und dem Naturkundemuseum Mauritianum bieten einen kulturgeschichtlichen Blick auf das Wissen um den Naturforscher Humboldt und die von ihm in der Region ausgelösten Forschungen.

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„Davon glaube ich kein Wort“. Anekdoten und Geschichten aus der Welt der Wissenschaften (Reclam 2019)

Warum wird Humboldt von Napoleon brüskiert und lässt Darwin nicht zu Wort kommen. Was verbirgt sich hinter dem „Coitus-interruptus-Experiment“? Warum sollten auch große Naturforscher gelegentlich in die Badewanne? Und warum fördert Teekonsum die wissenschaftliche Erkenntnis? In dieser Sammlung kurzweiliger Geschichten und erhellender Anekdoten aus der Welt der (Natur-)Wissenschaft, zusammengetragen von dem Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer, erfährt man es.

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03.12.2019, „Reisen – notieren – skizzieren. Humboldt und Fontane unterwegs“, Berlin

Auf den Chimborazo und durch die Mark Brandenburg: Neben Alexander von Humboldt gibt es einen zweiten großen Jubilar des Jahres, der ebenfalls auf Reisen ging und seine Beobachtungen und Überlegungen akribisch festhielt: Theodor Fontane, dessen Geburtstag sich zum 200. Mal jährt. Die Humboldt-Universitäts-Gesellschaft widmet den beiden berühmten Reisenden und ihren Aufzeichnungen am 3. Dezember 2019 eine gemeinsame, hochkarätig besetzte Abendveranstaltung.

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21.11.2019, Eröffnung der Ausstellung „Wilhelm und Alexander von Humboldt“ im DHM, Berlin

Im Deutschen Historischen Museum ist ab dem 21. November 2019 die erste große Ausstellung über die Humboldt-Brüder in Deutschland zu sehen. Kuratiert wurde die Ausstellung „Wilhelm und Alexander von Humboldt“ von David Blankenstein und Bénédicte Savoy. Die beiden Humboldt-Experten, die schon für die viel beachtete Exposition „Les Frères Humboldt – l’Europe de l’Esprit“ in Paris 2014 verantwortlich zeichneten, haben etwa 350 Objekte zusammengetragen, teils bekannte, ja berühmte, aber auch viele entlegene, kuriose. Sie erzählen die dazugehörigen Geschichten und bieten einen neuen Blick auf Wilhelm und Alexander von Humboldt, ihr Leben, ihr Wirken und ihre Zeit.

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„Ein Tag mit Alexander von Humboldt“ am 02.11.2019 im Museum Knoblauchhaus, Berlin

Das Museum Knoblauchhaus der Stiftung Stadtmuseum Berlin widmet sich am 2. November 2019 ganz Alexander von Humboldt, dem großen Jubilar dieses Jahres. Von 13 Uhr bis in den Abend gibt es im und am Knoblauchhaus Lesungen, Kammerkonzerte und kurze Führungen. Sie können das originale Ruhebett Alexander von Humboldts entdecken, der Flötenuhr von 1797 lauschen und am historischen Schreibmöbel den Umgang mit Federkiel und Druckbleistift erlernen. Zudem werden die Terra-X-Dokumentation „Humboldt und die Neuentdeckung der Natur“ gezeigt und der neue Audioguide des Museums präsentiert.

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Kolloquium: „Alexander von Humboldt als Völkerrechtler“, Berlin, 6. November 2019

Alexander von Humboldt betätigte sich in unterschiedlichsten Wissensbereichen und vielen Disziplinen. Obwohl er kein Jurist war, befasste er sich vielfach mit Problemen, die zu grundlegenden Fragen des in der Entstehung begriffenen Völkerrechts avancierten, etwa dem Verbot der Sklaverei, der Abschaffung der Rassendiskriminierung, der Fixierung von Territorialgrenzen, mit Seegrenzen, dem Welthandel und der Hoheitsgewalt im Luft- und im Weltraum. Da Humboldt zudem in engem Kontakt zu führenden Rechtsgelehrten der Zeit wie Francis Lieber stand, kann er als Vordenker des Völkerrechts bezeichnen werden, so die These des Potsdamer Rechtswissenschaftlers Marcus Schladebach. In seinem Vortrag im Rahmen der Kolloquiumsreihe „Humboldts Netzwerke“ beleuchtet er Humboldts Mitwirkung an der juristischen Neuvermessung der Welt und erörtert deren Bedeutung für die heutige völkerrechtliche Ordnung.

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Humboldts ›Bekenntnisse‹ von 1801 nach der Original-Handschrift aus den Amerikanischen Reisetagebüchern im Deutschen Textarchiv der BBAW

Ohne Zweifel sind diese echten ›Bekenntnisse‹ die interessantesten von allen autobiographischen Aufzeichnungen, die uns erhalten geblieben sind. Weil sie nicht

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Buchvorstellung und Gespräch: „Mobile Preußen. Ansichten jenseits des Nationalen“ am 04.09.2019

Buchvorstellung und Gespräch Ottmar Ette: »Mobile Preußen. Ansichten jenseits des Nationalen« (J.B. Metzler 2019) Denk ich an … Preußen. Ob

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Antike Marmorarten nach Zoёga’s Bestimmungen. Alexander von Humboldts Sammlung und Gesteinsstudien in Rom

Während seines Romaufenthaltes 1805 befasste Humboldt sich mit antiken Marmorarten und legte dazu eine Sammlung an. Zusammen mit einem unveröffentlichten Manuskript Humboldts sind Teile dieser Sammlung, Originaletiketten sowie die damalige Bestandsliste im Museum für Naturkunde Berlin erhalten. Dieses Marmor-Ensemble wird im vorliegenden Beitrag im Kontext von Reise- und Sammeltraditionen, von wissenschaftsgeschichtlichen Klassifizierungen antiker Marmore sowie in Humboldts Werkzusammenhang vorgestellt.

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Eduard Hildebrandts „Wunderbild“ in einem Brief von Alexander von Humboldt an Henriette Mendelssohn, geb. Meyer

Die 2011 von Sebastian Panwitz und Ingo Schwarz herausgegebene Korrespondenz Alexander von Humboldts mit den Mendelssohns dokumentiert ihre lebenslange Verbundenheit. Ein Brief von Humboldt an Henriette Mendelssohn, den die Mendelssohn-Gesellschaft von einem privaten Sammler erwarb, und der erst seit diesem Jahr in der Mendelssohn-Remise in Berlin-Mitte, in der Dauerausstellung Die Mendelssohns in der Jägerstraße zu sehen ist, war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht zugänglich. Dieser Brief lässt das gesellschaftliche und künstlerische Leben der Stadt um 1850 sichtbar werden und enthält einige Rätsel: Was hat es mit dem unkommentierten Zettel auf sich, auf dem ein nicht korrekt wiedergegebener Buchtitel der amerikanischen Autorin Harriet Beecher Stowe geschrieben steht und welches „Wunderbild“ erwähnt der weltberühmte Forschungsreisende in dem Brief an Henriette Mendelssohn?

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