Alexander von Humboldts Adressbuch liegt erstmals in einer wissenschaftlichen Edition vor

Das Adressbuch Alexander von Humboldts Zum Hintergrund Im Jahr 2011 erwarb die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, unterstützt von

Mehr lesen

Franz Julius Ferdinand Meyen: gefördert und frühvollendet. Zwischen Poesie und totem Zoo

Franz Ferdinand Julius Meyen (1804–1840) veröffentlichte auf sehr vielen Gebieten der Biologie wichtige Arbeiten, vor allem in Botanik und Zoologie. Mit Unterstützung Alexander von Humboldts gelang es ihm, auf dem Forschungsschiff „Prinzess Louise“ anzuheuern und als Schiffsarzt an einer mehrjährigen Weltreise teilzunehmen. Humboldt, der einige Regionen ebenfalls besucht und erforscht hatte, unterstützte seinen jungen Kollegen bei der Vorbereitung seiner Reise. Meyen veröffentlichte seine Reiseergebnisse bereits kurz nach seiner Rückkehr, gefördert von Christian Gottfried Nees von Esenbeck (1776–1858), sowohl als zweiteiligen historischen Reisebericht als auch in sieben Einzelabhandlungen. Einige Ergebnisse, die er, schwerkrank, nicht selbst verwerten konnte, übergab er noch bei Lebzeiten zur Bearbeitung an Spezialisten, andere wurden posthum von Mitgliedern der Leopoldina publiziert. Meyen brachte u. a. eine umfangreiche Sammlung an Vogelpräparaten mit, zu denen auch das Erstbeschreibungsexemplar des von ihm so genannten Spheniscus humboldti (Trivialname: Humboldt-Pinguin) gehört.

Mehr lesen

Die Russland-Expedition. Von der Newa bis zum Altai (C.H.Beck 2019)

Mit seiner Russland-Reise im Jahr 1829 erfüllt sich für Alexander von Humboldt ein Jugendtraum. Nach dem Südamerika-Unternehmen dreißig Jahre zuvor ist es seine zweite große Expedition – die bislang jedoch weitaus weniger bekannt ist.
Auf Einladung des Zaren Nikolaus I. bereist Humboldt die Weiten des eurasischen Kontinents bis an die chinesische Grenze. Mehr als 18.000 Kilometer werden er und seine Begleiter am Ende zurückgelegt haben. Während Humboldt die Natur erforscht – Berge und Gesteine, Tiere und Pflanzen und vor allem das Klima – , durchmisst er zugleich ein Imperium, das sich in einer Phase der Repression befindet. Von politischen Zwängen kann auch er sich nicht freihalten. Aus den Reisebriefen Humboldts an den russischen Finanzminister, an den Bruder Wilhelm und den Freund François Arago sowie dem Bericht seines Begleiters Gustav Rose hat Oliver Lubrich eine mehrstimmige Erzählung von dieser Expedition zusammengestellt. Sie vermittelt ein lebhaftes Bild des schon damals international berühmten Gelehrten, aber auch des einfühlsamen Bruders und Freundes.

Mehr lesen

Inseln und Meere. Zur Geschichte und Geografie fluider Grenzen (Matthes & Seitz 2019)

Wie werden Beobachtungen zu Zahlen, Daten zu wissenschaftlichen Erzählungen, und wie befeuern Daten und Messungen die Fiktionen der Literatur? – Gloria Meynen nimmt uns mit auf eine Reise zu den Anfängen der Klimaund Meereswissenschaften, zum schmalen Streifen zwischen Land und Meer, den fluiden Grenzen zwischen Science und Fiction. Die einsame Insel ist ein Schauplatz des Einzigartigen, seit der Antike ein Wohnort der Utopien, Eremiten und Chimären. Mit der Erfindung der modernen Messwissenschaften werden Inseln zu einem Ort des Plurals. Sie sind ein Freiluftlabor der Arten und Varietäten, eine Fabrik der Nebenwirkungen und Abweichungen, in der das Einzigartige in Serie geht. Meynen folgt dem fiktiven Gespräch zwischen Alexander von Humboldt und Jules Verne. Beide verbindet eine Vorliebe für Zahlen, Messungen und Daten. Humboldt überträgt das Gesetz des Meeres auf das Festland. Er sucht in der Wiederholung des vermeintlich Gleichen, auf eintönigen Höhen und in monotonen Ebenen, die infinitesimal kleinen Abweichungen.

Mehr lesen

Stellenausschreibung: wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d) im Bereich Digitale Editionsphilologie und Projektkoordination (100%, E13), Berlin

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) sucht für ein einzurichtendes, internationales Digitalisierungs- und Editionsprojekt zum frühestmöglichen Zeitpunkt

eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in (m/w/d)
im Bereich Digitale Editionsphilologie und Projektkoordination

in Vollzeit (100%), befristet auf 36 Monate.

Mehr lesen

Alexander von Humboldt (C.H.Beck 2019)

Auf ausgedehnten Reisen erkundete Alexander von Humboldt nicht nur die Natur. Ebenso gehörte der rege Kontakt mit internationalen Geistesgrößen zum Wirken des universal Interessierten, der von Zeitgenossen ein «neuer Aristoteles» genannt wurde.
Andreas Daums kompakte Einführung in Leben und Werk Alexander von Humboldts bietet einen Überblick über die vielfältigen Netzwerke des Forschers, dessen Jahrhundertleben so zum Spiegel mehrerer Epochen und ihrer dramatischen Umwälzungen wurde.

Mehr lesen

HUMBOLDT to go – Geniale Worte von Alexander von Humboldt (Eulenspiegel 2018)

»Man könnte in 8 Tagen nicht aus Büchern herauslesen, was er einem in einer Stunde vorträgt«, sagte Goethe über Alexander von Humboldt. Frei nach Goethe: Was in einer Zitatenlese aus Humboldts Briefen und Werken Platz findet, bietet reichsten Stoff und lebhafte Anregung, sei es zu Ansichten von Natur und Kosmos, zu Fragen von Wissenschaft und den Wegen der menschlichen Erkenntnis und zu Problemstellungen in vielen Disziplinen wie Geographie, Vulkanologie, Klimatologie und Botanik. »Mit dem Wissen kommt das Denken« war Humboldts Überzeugung – mit den hier dargebotenen Zitaten zu beginnen, ist ein allemal lohnendes Unterfangen, um den Spuren des Naturforschers und Entdeckungsreisenden zu folgen.

Mehr lesen

Alexander von Humboldt – Ein Lebensbild in Anekdoten (Eulenspiegel 2018)

Alexander von Humboldt, der preußische Adlige, der adligen Dünkel verachtete, war getrieben von unbändiger Forscher- und Entdeckerlust. Er kämpfte sich durch Bergwerkstollen in Preußen und den Dschungel des Amazonas, maß die Temperatur von Meeresströmungen und bestimmte die Bläue des Himmels, bestieg Berge und Vulkane wie den Chimborazo oder den Pichincha, nahm an gewagten Expeditionen teil und legte in den fast neun Jahrzehnten seines Lebens zehntausende Kilometer auf Schiffen, Maultieren, Pferden, in Kutsche und zu Fuß zurück.

Mehr lesen

Alexander von Humboldt-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung (J. B. Metzler 2018)

Alexander von Humboldt ist seit dem Ausgang des 20. Jahrhunderts in den unterschiedlichsten Wissensbereichen und Wissenschaftsfeldern zu einer bedeutenden Figur im öffentlichen Diskurs geworden. Das Handbuch macht das gewaltige Oeuvre Humboldts zugänglich und beschreibt Wege und Wirkungen dieses herausragenden Forschers, Gelehrten und Schriftstellers.

Mehr lesen

Missglückte Begegnung – Der kurze Briefwechsel zwischen Leopold von Buch und Goethe

Die Bekanntschaft zwischen Leopold von Buch und Johann Wolfgang von Goethe war von Missverständnissen und Skepsis dem jeweils anderen gegenüber geprägt. Persönliche Gespräche über geologische Themen scheiterten, Briefe wurden verspätet abgeschickt oder kamen nicht an. Goethe lehnte den „Ultravulkanisten“ Buch ab, Buch Goethe als geologisch wenig kompetent. So endete beider Begegnung in Gesprächsverweigerung, zweideutigen Komplimenten und einer Korrespondenz von insgesamt nur zwei Briefen, die hier wiedergegeben werden.

Mehr lesen

Immanuel Kant, Alexander von Humboldt and the Tequendama Fall. Two Prussians linked by Geography

Immanuel Kant mentions in his Physical Geography the waterfall of the Bogota River in South America, known today as the Salto de Tequendama, which is located near Bogota, the capital city of Colombia. Kant claims that this was the highest waterfall in the world, which is not true. Alexander von Humboldt could not know anything about it, but he visited the Salto in 1801, just before the publication of Kant’s Physical Geography, and went to personally measure the height of the Salto. In this paper we make a comparison of both personalities who, unknowingly, were united by their interest in the Salto de Tequendama.

Mehr lesen