Unveröffentlichte Schriften aus Humboldts Nachlass in der „edition humboldt print“

Der erste Band der „edition humboldt print“ (ehp) wird Anfang des nächsten Jahres im Verlag J. B. Metzler erscheinen. In der Reihe III der ehp werden unter dem Titel „Forschungen im Umfeld der Reisen“ ausgewählte Briefwechsel und Manuskripte aus Humboldts Berliner und Krakauer Nachlass veröffentlicht. Die Dokumente, Briefe, Notizen und Karten, die in der Staatsbibliothek zu Berlin und der Biblioteka Jagiellońska in Krakau aufbewahrt werden, stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit Humboldts Reisen in die Tropen Amerikas (1799–1804), nach Russland und Zentralasien (1829) sowie den kleineren innereuropäischen Reisen. Der erste Band der Reihe III ist dem für Humboldt so zentralen Thema Pflanzengeographie gewidmet.
Im Zusammenhang mit der bevorstehenden Publikation des Bandes III.1 „Alexander von Humboldt: Geographie der Pflanzen. Unveröffentlichte Schriften aus dem Nachlass“ präsentiert der Metzler-Verlag eine umfassende Vorschau auf die weiteren Bände der Reihe ehp III.

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Alexander-von-Humboldt-Tag der BBAW: Zwischen Amerika und Asien – Neue Perspektiven auf Alexander von Humboldt, 20.09.2019

Der Alexander-von-Humboldt-Tag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am 20. September 2019 widmet sich den Reisetagebüchern der großen hemisphärischen Reisen nach Amerika (1799–1804) und Asien (1829). In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf den Tagebüchern der Amerikanischen Reise (Humboldt) sowie der Russisch-Sibirischen Reise (Humboldt, Ehrenberg). Am Abend präsentieren Christian Kassung und Christian Thomas ihr neues Buch: Humboldts Kosmos-Vorlesung an der Berliner Sing-Akademie 1827/28, ediert nach der einzigen überlieferten Nachschrift von Henriette Kohlrausch.

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Neue Dokumente und Funktionen in der edition humboldt digital (BBAW): Version 4 online

Seit Ende Mai 2019 steht die neue, mittlerweile vierte Version der edition humboldt digital für alle interessierten Nutzerinnen und Nutzer online und frei zugänglich im Netz. Neben zwei ausführlichen Forschungsbeiträgen als Erstveröffentlichungen zum Themenschwerpunkt „Pflanzengeographie und Biowissenschaften“ von Staffan Müller Wille und Katrin Böhme sowie von Matthias Glaubrecht, steht nun der in mehrfacher Hinsicht überarbeitete und mit Bilddigitalisaten erweiterte Briefwechsel Alexander von Humboldts mit Christian Gottfried Ehrenberg zur Verfügung.Die Alexander von Humboldt-Chronologie erlaubt seit dieser Version durch verbesserte Darstellungs- und Suchfunktionen einen leichteren und effizienteren Zugang zu den in der edition humboldt digital aggregierten und vernetzten Informationen zum Leben und Schaffen Humboldts.

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Die Berliner „edition humboldt digital“

Das Akademienvorhaben „Alexander von Humboldt auf Reisen – Wissenschaft aus der Bewegung“ (AvH-R) hat Anfang 2015 mit einer projektierten Laufzeit von 18 Jahren seine Arbeit an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften aufgenommen. Die Hauptaufgabe von AvH-R besteht in der vollständigen Herausgabe der Humboldt‘schen Manuskripte zum Themenkomplex Reisen an der Schnittstelle von Kultur- und Naturwissenschaften. Die Schriftenreihe des Akademienvorhabens AvH-R läuft unter dem Titel Edition Humboldt und ist hybrid angelegt. Die Printedition der Tagebücher – Edition Humboldt – ist als Lesefassung konzipiert. Die Edition Humboldt digital zielt auf eine möglichst umfassende textorientierte Transkription und Kommentierung der Handschriften sowie auf eine intelligente Nutzung normdateibasierter Webdienste und Informationsangebote. Die ersten Ergebnisse wurden im Herbst 2016 der Öffentlichkeit unter avhr.bbaw.de präsentiert und werden hier zusammengefasst vorgestellt.

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Briefwechsel mit Samuel Thomas von Soemmerring

Humboldt und Soemmerring lernten sich in Mainz im Umkreis von Ludwig Ferdinand Huber kennen. Huber unterhielt seit 1787 in Mainz einen geselligen Kreis, zu dem auch Georg Forster und Soemmerring gehörten. Soemmerring war seit 1784 an der Mainzer Universität Professor für Anatomie und Physiologie. Humboldt, der seit 1789 in Göttingen studierte, machte mit Soemmerring noch im gleichen Jahr Bekanntschaft

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Forschungsdossier zu Isle de Cube. Antilles en général

Mit dem nun vorliegenden Manuskript Alexander von Humboldts „Isle de Cube“ schließt sich erneut eine Lücke der Humboldt-Forschung. Es handelt sich um einen Text, der Humboldts und Bonplands zweiten Besuch auf Kuba vom 19. März bis zum 29. April 1804 beschreibt, also einen relativ kurzen Aufenthalt, bevor die beiden Forschungsreisenden sich über eine letzte Zwischenstation in den USA auf den Rückweg nach Europa machten. Während ihres ersten Aufenthaltes auf Kuba (19.12.1800–29.03.1801) waren sie nach einem längeren Aufenthalt in Havanna in den Süden der Insel gereist, um mehrere Haciendas zu besuchen, und dann die Weiterreise zu Schiff von Trinidad Richtung Cartagena anzutreten. Nur von diesem Teil seiner Reise auf Kuba existierten bisher im Tagebuch Schilderungen.

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Isle de Cube. Antilles en général

Auf 37 Seiten und angeklebten Zetteln notierte Alexander von Humboldt Erkenntnisse über die Sklaverei und skizzierte Analysen zu Wirtschaft, Bevölkerung, Gesellschaft und Politik. Das Tagebuchfragment stammt von seinem zweiten Aufenthalt auf Kuba 1804. Es markiert den Beginn von Humboldts intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema Sklaverei; eine Menschheitsfrage, die ihn bis zu seinem Lebensende beschäftigen sollte. Die Aufzeichnungen liegen in der Humboldt Edition digital erstmals in einer kommentierten Fassung vor.

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