Karten zu Humboldts Reisestationen durch die amerikanischen Tropen (1799–1804)

Am 5. Juni 1799 bricht Alexander von Humboldt mit seinem Begleiter Aimé Bonpland im spanischen Hafen von La Coruña zu seiner großen Reise durch die amerikanischen Tropen auf.

An Bord der spanischen Korvette „Pizarro“ notiert er in sein Tagebuch feierlich: „Mein Auge war fest auf die Küste geheftet. Meine Stimmung war gut, wie sie sein muß wenn man ein großes Werk beginnt.“

Die Reise selbst führt Humboldt und seine Reisegefährten auf die Kanarischen Inseln (1799), durch die Vizekönigreiche Neu-Granada (1799–1800, 1801–1803), Peru (1802) und Neu-Spanien (1804–1804), auf die Karibikinsel Kuba (1800–1801. 1804) und in die Vereinigten Staaten von Amerika (1804).

Es hat verschiedene Versuche gegeben, die Reiseroute kartographisch zu visualisieren. avhumboldt.de stellt heute die drei derzeit wichtigsten Modelle vor.

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Bernhard von Lepels Ode An Humboldt. Ein Beitrag zum Theodor-Fontane-Jahr 2019

Der erste Band von Humboldts „Kosmos“ regte den preußischen Offizier und Dichter Bernhard von Lepel zu der Ode „An Humboldt“ (1847) an. Der Dichter sandte Humboldt eine handschriftliche Kopie seines Werkes zu dessen 78. Geburtstag. Humboldt reagierte auf dieses Geschenk mit einer Einladung Lepels, den das persönliche Treffen mit dem berühmten Gelehrten ehrte aber auch enttäuschte, denn Humboldt ging nur oberflächlich auf die Ode ein, stattdessen las er seinem Gast aus dem zweiten Band des „Kosmos“ vor. Allerdings erhielt Lepel Empfehlungsbriefe für Ludwig Tieck. Die Begegnung des Dichters mit Humboldt hat ihren Niederschlag vor allem in der Korrespondenz zwischen Bernhard von Lepel und seinem engen Freund Theodor Fontane gefunden.

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avhumboldt250.de – Portal zum Humboldt-Jahr geht vom Netz

Am 30. März verschickte die AvH250-Redaktion ihren letzten Newsletter und kündigte an, die Webseite in wenigen Wochen vom Netz zu nehmen. Wir nehmen diesen Moment zum Anlass, den Newsletter hier in voller Länge zu veröffentlichen und den Stand der Seite zum Ende des Humboldt-Jahres durch eine Screenshot-Galerie zu dokumentieren.

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Alexander von Humboldts Einstellung zum Sammeln

Günter Hoppe zum 100. Geburtstag am 17. Juni 2019

Günter Hoppe hat sich als Mineraloge, als Wissenschaftshistoriker und als Direktor des Museums für Naturkunde in Berlin (1977–1981) – ab 1968 hatte er dort den Bereich Mineralogie geleitet – auch mit Alexander von Humboldt (1769–1859) und dessen wissenschaftlichen Weggefährten ausgiebig beschäftigt. Diese wissenschaftliche Tätigkeit und museale Arbeit wurde sichtbar in zahlreichen Publikationen sowie in der Organisation von Tagungen und Ausstellungen. Erwähnenswert sind etwa die Tagungen zu dem Begründer der Meteoritenkunde Ernst Florens Friedrich Chladni (1756–1827) und zu dem Physiker und Mineralogen Christian Samuel Weiss (1780–1856) sowie eine Ausstellung zur Russisch-Sibirischen Reise Humboldts mit Gustav Rose 1829. Teil der ständigen Sammlung im Mineraliensaal sind bis heute drei Vitrinen, die dem Chemiker Martin Heinrich Klaproth (1743–1817), dem Kristallographen Weiss und dem Mineralogen Rose (1798–1873) gewidmet sind.

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Alexander von Humboldts und Aimé Bonplands Pflanzen im Herbarium der Universität Halle-Wittenberg

Die Pflanzensammlung (Herbarium) der Universität Halle-Wittenberg enthält eine beträchtliche Anzahl von Pflanzenexemplaren, die von Alexander von Humboldt und Aimé Bonpland während ihrer amerikanischen Reise (1799–1804) gesammelt wurden. Wir erläutern die wissenschaftliche Bedeutung der Herbarbelege und wie sie ihren Weg nach Halle fanden.

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“El favor de la Corte abre todas las puertas”. Aspectos políticos del viaje americano de Alexander von Humboldt

Los estudios del viaje se centran en las experiencias, publicaciones y aportes científicos de Humboldt. El artículo estudia la situación política española en 1799, la posición y el influjo del poderoso ministro Urquijo, cuya caída y sus eventuales consecuencias en territorios americanos, son mencionados en forma pasajera y preocupada por Humboldt. Se transcribe el inusual registro de Humboldt como pasajero de la corbeta Castor, con detalles, algunos tergiversados, sobre el influjo de Georg Forster en su formación, su continuado empleo prusiano, su avance hacia territorio portugués y las dudas por la velocidad del viaje. Estos datos, junto con algunas críticas en Quito, contemporáneas y posteriores, así como problemas de al menos dos de sus interlocutores con la Inquisición limeña, ofrecen una “mirada americana”, ciertamente parcial, a Humboldt y explican, posiblemente, los pocos datos y la percepción negativa de su estadía en Lima.

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Rede zur Eröffnung der Alexander-von-Humboldt-Saison, am 13. Februar 2019 in Quito/Ecuador

Vom 11. bis zum 16. Februar 2019 führten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Frau Elke Büdenbender und eine sie begleitende Delegation eine Reise nach Lateinamerika durch. Ziel waren die beiden südamerikanischen Länder Kolumbien und Ecuador. Diese Reise führte den Bundespräsidenten unter anderem nach Cartagena de Indias, ins vorgelagerte karibische Archipel der Islas del Rosario und schließlich in die Hauptstadt Bogotá. Von der Hauptstadt Kolumbiens ging es in die Hauptstadt Ecuadors, auf das pazifische Archipel der Galapagos-Inseln, zum berühmten Vulkanriesen Antisana und schließlich nach Guayaquil, von wo aus die Rückreise nach Deutschland angetreten wurde.

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Eine Dauerausstellung über Alexander von Humboldt in der Casa Humboldt in Havanna – der Weg zum ersten Alexander von Humboldt-Museum der Welt

In der kubanischen Hauptstadt Havanna eröffnet am 19. Dezember 2019 eine Dauerausstellung zu Alexander von Humboldt. Die Casa Museo Humboldt an einem historischen Ort der Altstadt wird damit zum weltweit ersten Alexander von Humboldt-Museum. In kubanischer-deutscher Kooperation erarbeitet, zeigt die Ausstellung Humboldt auf zwei Ebenen: im Kontext seiner Naturerforschung und dem seiner Begegnungen auf der fünfjährigen Amerikareise. Die Ausstellung richtet sich an kubanische wie internationale Besucher. Sie wirft einen hintergründigen und aktuellen Blick auf Humboldt in Amerika und versteht sich als Partner und Forum für Wissenschaft, Bildung und Kultur in Kuba.

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Alexander von Humboldt und die Eiszeit

Am 20. September 2018 starb kurz nach Vollendung seines 95. Lebensjahres der Geographiehistoriker und Alexander-von-Humboldt-Forscher Prof. Dr. Hanno Beck. Beck gehörte zu der Generation von Gelehrten, die nach dem Zweiten Weltkrieg den Forschungen zu Alexander von Humboldt in Deutschland ein neues Profil verliehen haben. Dabei ging es um eine gut dokumentierte Darstellung von Humboldts Leben und Werk; aber damit nicht genug, Beck erwarb sich auch Verdienste bei der Neuedition wichtiger Schriften des preußischen Gelehrten. Becks Lebenswerk konnte bereits 2013 in HiN anlässlich seines 90. Geburtstages gewürdigt werden. Anstelle eines Nachrufes veröffentlichen wir an dieser Stelle einen Aufsatz von 1973. In dieser durch umfangreiche Briefzitate gut dokumentierten Arbeit gibt der Autor viel von seinen persönlichen Ansichten preis. Der Ton erinnert sehr an den Vortragsstil des Bonner Forschers.

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“Mason without apron” – Alexander von Humboldt and the world of freemasonry

While the lack of religion in Alexander von Humboldt’s work and the criticism he received is well known, his relationship with Freemasonry is relatively unexplored. Humboldt appears on some lists of “illustrious Masons,” and several lodges carry his name, but was he really a member? If so, when and where did he join a lodge? Are there any comments by him about Freemasonry? Who were the renowned Masons he was surrounded by? This paper examines these questions, but more importantly it analyzes what a membership might have meant for Humboldt’s scholarly work. It looks particularly at the unprecedented success he enjoyed in the United States in the early 19th century and the factors behind it. What could he have gained from these connections and how was he viewed by Masonic leaders and lodges in the trans-Atlantic world?

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