Paris/Berlin/Havanna: Alexander von Humboldts transareale Wissenschaft und die Revolution nach der Revolution

Zweifellos war Paris mit seinen renommierten wissenschaftlichen Institutionen, seinen Verlagen und wissenschaftlichen Zirkeln, aber auch mit seinen Salons als großes europäisches Zentrum für Alexander von Humboldt der ideale Ort, um seine wissenschaftlichen Arbeiten voranzutreiben und jene sich beschleunigende Zirkulation von Wissen zu beobachten, die seine eigenen Arbeiten beflügelte. Und dennoch war die Entwicklung seines Lebens-Werkes weniger mit einem bestimmten konkreten Ort als vielmehr mit einer Vektorizität verknüpft. Diese tritt in allen Schriften Humboldts in den Überlagerungen der unterschiedlichsten Orte und Landschaften zutage. Quer zu den bis heute in ihren Dimensionen wie in ihren Ergebnissen erstaunlichen Reisen Humboldts zeigt sich eine oszillierende Bewegung, die über einen Zeitraum von nahezu sechs Jahrzehnten Berlin, Potsdam und Paris mit der ‚Neuen Welt‘ und den Debatten um letztere verband.

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Eduard Hildebrandts „Wunderbild“ in einem Brief von Alexander von Humboldt an Henriette Mendelssohn, geb. Meyer

Die 2011 von Sebastian Panwitz und Ingo Schwarz herausgegebene Korrespondenz Alexander von Humboldts mit den Mendelssohns dokumentiert ihre lebenslange Verbundenheit. Ein Brief von Humboldt an Henriette Mendelssohn, den die Mendelssohn-Gesellschaft von einem privaten Sammler erwarb, und der erst seit diesem Jahr in der Mendelssohn-Remise in Berlin-Mitte, in der Dauerausstellung Die Mendelssohns in der Jägerstraße zu sehen ist, war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht zugänglich. Dieser Brief lässt das gesellschaftliche und künstlerische Leben der Stadt um 1850 sichtbar werden und enthält einige Rätsel: Was hat es mit dem unkommentierten Zettel auf sich, auf dem ein nicht korrekt wiedergegebener Buchtitel der amerikanischen Autorin Harriet Beecher Stowe geschrieben steht und welches „Wunderbild“ erwähnt der weltberühmte Forschungsreisende in dem Brief an Henriette Mendelssohn?

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Alexander von Humboldt, Henriette Kohlrausch: „Die Kosmos-Vorlesung an der Berliner Sing-Akademie“, hrsg. v. Christian Kassung u. Christian Thomas (Insel 2019)

Der vorliegende Band präsentiert den zuverlässigen, vollständigen, anhand der Handschrift korrigierten Text der sechzehn Vorträge. Ein ausführliches Vorwort der Herausgeber erläutert den Hintergrund und den aktuellen Forschungsstand zu den Vorträgen sowie deren Bedeutung aus heutiger Sicht. Ausgewählte Faksimiles aus der Handschrift selbst und aus Humboldts Nachlass vermitteln einen Eindruck der historischen Quellen.

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Arte y Ciencia en la pintura de paisaje. Alexander von Humboldt, Ediciones Doce Calles 2019

Para Humboldt, la función de las ilustraciones no se limitaba a adornar el texto sino convertirse en una guía visual para conocer la naturaleza.

Así, partiendo de la importancia que dio a estos recursos, el libro realiza un recorrido por dos mundos, el del arte y el de la ciencia, que el polifacético explorador supo unir de forma magistral.

Para ello, la autora analiza la correspondencia que Humboldt mantuvo con pintores científicos y redescubre tanto a quienes trabajaron bajo su mecenazgo y cuyas obras ilustraron sus memorias americanas, como aquellos artistas independientes que alcanzaron la fama tras seguir sus postulados científicos, y, muy especialmente, hasta qué punto se influenciaron mutuamente.

Se trata de un libro para lectores interesados por la cultura y los viajes, que explora la época de la Ilustración cuando Arte y Ciencia formaban parte de un mismo conjunto intelectual.

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Conferencias: Seminario de Estudios Humboldtianos, Sesión No. 3, Medellín, Colombia

El próximo miércoles 24 de julio en Parque Explora, Medellín, Colombia comparte con expertos nacionales e internacionales episodios fascinantes de la vida y obra de Alexander von Humboldt. Además de reconocidos investigadores, el evento incorpora voces desde el arte, como la de la Maestra Beatriz González con su trabajo sobre la estética humboldtiana del paisaje. Así, Medellín hace parte de las seis ciudades colombianas que celebran a Alexander von Humboldt con motivo de los 250 años de su natalicio, subrayan su vigencia como científico y el significado de su viaje a las regiones equinocciales, iniciado en 1799.

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Raumänderung bei der heutigen Buchvorstellung: Humboldts „Sämtliche Schriften“ im Otto-Braun-Saal der SBB

Raumänderung

Die heutige Vorstellung der Berner Ausgabe, die in wenigen Tagen beim Verlag dtv erscheint, findet im Otto-Braun-Saal der Staatsbibliothek statt (Potsdamer Str. 33, 10785 Berlin).

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Buchvorstellung: Humboldts „Sämtliche Schriften“ (Berner Ausgabe), Berlin

Nach fast einem Jahrzehnt des Zusammentragens und Edierens präsentiert eines der Langzeit-Editionsvorhaben zu Alexander von Humboldt die Ergebnisse seiner Arbeit: Die beiden Leiter des Teams der Universität Bern, Oliver Lubrich und Thomas Nehrlich, stellen am 19. Juli 2019 in der Berliner Staatsbibliothek die fast 7.000 Seiten umfassende Ausgabe Sämtlicher Schriften Alexander von Humboldts vor.
Die Berner Ausgabe, die beim Verlag dtv erscheint, umfasst die verstreuten kleineren Publikationen Humboldts, rund 800 Aufsätze, Artikel, Reisebeschreibungen und Essays, die in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt wurden und in zahllosen Medien an Hunderten von Orten auf fünf Kontinenten erschienen und nun zum ganz überwiegenden Teil erstmals sorgfältig ediert vorliegen.

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Humboldt y Jefferson. Una Amistad transatlántica de la Ilustración (Centro de Investigaciones Diego Barros Arana 2019)

Sandra Rebok Humboldt y Jefferson. Una Amistad transatlántica de la Ilustración Traducción Denise Bard Centro de Investigaciones Diego Barros Arana

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Minerale und Gesteine im Museum für Naturkunde Berlin (Wallstein Verlag 2019)

Humboldts Mineraliensammlungen bieten einen neuen Blick auf einen der größten deutschen Naturforscher. Der Naturforscher Alexander von Humboldt studierte von 1791 bis 1792 an der Bergakademie Freiberg. Seit dieser Zeit sammelte er Minerale und Gesteine, zunächst als Bergbeamter in Franken, später auf seinen Reisen nach Amerika, Italien und Russland. Vieles davon gab er in das Preußische Königliche Mineralienkabinett weiter, einem der Vorläufer des heutigen Museums für Naturkunde Berlin. Über 1.100 Minerale und Gesteine von Humboldt gelangten so in die Museumssammlung.
Die Museumsmitarbeiter Ferdinand Damaschun und Ralf Thomas Schmitt haben zusammen mit Cettina Rapisarda, Carsten Eckert und Renate Nöller diese Minerale und Gesteine erstmals umfassend bearbeitet. Entstanden ist so ein reich bebildertes Buch über Alexander von Humboldt als Sammler von Mineralen und Gesteinen, in dem die Autorinnen und Autoren aus ihrer jeweiligen Sichtweise die Geschichte seiner Objekte in allgemeinverständlicher Form erzählen.

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Humboldts Mineral- und Gesteinssammlungen im Museum für Naturkunde Berlin

Die Wurzeln der mineralogischen Sammlung im Museum für Naturkunde Berlin reichen bis zur Gründung der Berliner Bergakademie im Jahre 1770 zurück.Alexander von Humboldt, Minerale und Gesteine im Museum für Naturkunde BerlinIm Jahre 1805 kam die von Alexander von Humboldt geschenkte Sammlung von seiner Amerikareise hinzu. Insgesamt besitzt das Museum mehr als 500 Objekte, die sich direkt auf den Forscher zurückverfolgen lassen. Weitere über 600 Stücke stehen mit seiner Russlandreise in Verbindung. Eine Auswahl dieser Mineralstufen und Gesteine wird anlässlich seines 250. Geburtstages im Mineraliensaal verteilt präsentiert und besonders hervorgehoben. Parallel zur „Humboldt-Intervention“ erscheint im Wallstein Verlag eine reich bebilderte Publikation zu Humboldts mineralogischen Sammlungsstücken als Gesamtschau und Bilanz eines fast 70 Jahre währenden Sammlerlebens.

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Naturgemälde und Theoriegebäude. Zur Forschungspraxis von Alexander von Humboldt und Hermann von Helmholtz

Alexander von Humboldt war – dies hat er oft betont – empirischer Naturforscher, der Fakten und Zahlen über die belebte und unbelebte Natur sammelte. In der Nachfolge der Pythagoreer war er überzeugt, dass sich die Dinge in den Zahlen spiegeln, dass also das Wesen der Dinge als Zahlenverhältnisse erfasst werden könne. Möglichst genaue Zählungen und Messungen sollten daher die Grundlage für die Aufstellung einer Theorie sein. Die Theoriebildung selbst überließ er indes bewusst den Mathematikern. Eberhard Knobloch erläutert in seinem Vortrag Beispiele der Humboldt’schen Naturforschung, die den Mathematikern zuarbeiten sollten.

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