Das Buch der Begegnungen. Menschen – Kulturen – Geschichten aus den Amerikanischen Reisetagebüchern (Manesse 2018)

Wagemut und Wissbegier, ein feines Beobachtungs- und Differenzierungsvermögen und vor allem die unbändige Lust an immer neuen Begegnungen machten Alexander von Humboldt vor 200 Jahren zu einem epochalen Weltentdecker. „Das Buch der Begegnungen“, das die emphatischsten Zeugnisse aus den „Amerikanischen Reisetagebüchern“ versammelt, zeigt einen warmherzigen Menschen ohne Berührungsängste. Auf seiner Reise in die amerikanischen Tropen von 1799 bis 1804 hielt der preußische Kosmopolit eine Vielzahl exotischer Physiognomien fest und sah die Welt, wie sie vor ihm noch keiner gesehen hatte. Als einer der ersten Europäer überhaupt kritisierte er Kolonialismus, Sklavenhandel und christlichen Bekehrungseifer. Dagegen betonte er die Würde und den kulturellen Reichtum vermeintlich primitiver Völker. Überzeugt davon, dass es keine unterlegenen oder gar minderwertigen Ethnien gebe, war er seinen Zeitgenossen weit voraus. Und selbst im 21. Jahrhundert kommt Alexander von Humboldt als Anwalt einer universellen Humanität wie gerufen.

Zum Buch

Alexander von Humboldt, Ottmar Ette (Hrsg.): Das Buch der Begegnungen. Menschen – Kulturen – Geschichten aus den Amerikanischen Reisetagebüchern. Manesse 2018.

Gebundenes Buch, Leinen, ca. 496 Seiten, 17,0 x 24,0 cm
ca. 10 Abb.
ISBN: 978-3-7175-2444-1
ca. € 45,00 [D] | € 46,30 [A] | CHF 59,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Zum Autor

Alexander von Humboldt, in Berlin 1807, von Frédéric Christophe de Houdetot (1778–1856), Bleistift und Tusche, © Bibliothek des Conseil d’État, Paris, Frankreich
Alexander von Humboldt in Berlin 1807, von Frédéric Christophe de Houdetot (1778–1856), Bleistift und Tusche, © Bibliothek des Conseil d’État, Paris, Frankreich

ALEXANDER VON HUMBOLDT (1769–1759), deutscher Universalgelehrter und Expeditionsreisender von internationalem Renommee, machte als Pionier diverser naturwissenschaftlicher Fachdisziplinen von sich reden: von der Botanik und Zoologie über die Klimatologie bis hin zur Astronomie. Seit seiner Amerikanischen Forschungsreise 1799–1804 gilt er als „wissenschaftlicher Wiederentdecker Amerikas“ und Mitbegründer der empirisch fundierten Geographie. Doch auch als Ethnologe, Kulturtheoretiker und couragierter Humanist war er seiner Mitwelt weit voraus.
OTTMAR ETTE (Hrsg.) ist Professor für Romanistik an der Universität Potsdam und gehört zu den führenden Experten zu Humboldts Werk. Er leitete das Forschungsprojekt zur Auswertung von Humboldts Amerikanischen Reisetagebüchern. Seit 2015 ist er Projektleiter des Akademienvorhabens „Alexander von Humboldt auf Reisen – Wissenschaft aus der Bewegung“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

A. v. Humboldt / Ottmar Ette (Hrsg.): Das Buch der Begegnungen. Menschen – Kulturen – Geschichten aus den Amerikanischen Reisetagebüchern

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