Jutta Weber (Staatsbibliothek zu Berlin) über das Adressbuch Alexander von Humboldts

Bibliotheksmagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München, 2/2012
Bibliotheksmagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München, 2/2012

Die aktuelle Ausgabe des von der Staatsbibliothek zu Berlin SPK und der Bayerischen Staatsbibliothek gemeinsam herausgegebenen Magazins enthält einen Artikel von Jutta Weber zum kürzlich erworbenen neuen Schatz der Handschriftenabteilung: Alexander von Humboldts persönliches Adressbuch sowie Humboldts persönliches Exemplar von Epiktets Enchiridion, das ihm sein Freund François Arago 1847 schenkte und das Humboldt zusammen mit seinem Adressbuch stets bei sich zu tragen pflegte.

Das Adressbuch gehörte zur Sammlung Arthur Runge, von der als Folge der Kriegswirren das meiste vernichtet worden ist. Zu den erhaltenen Kostbarkeiten gehört neben dem Adressbuch und dem Vademecum des antiken Stoikers eine von Runge angelegte Autographensammlung von etwa 1000 Briefen mit Korrespondenzen von Zeitgenossen und Kollegen Humboldts, die nun ebenfalls in den Berliner Beständen einzusehen ist.

Zu den Besonderheiten des Adressbuchs, von dem im Magazin nun zum ersten Mal mehrere Seiten abgedruckt worden sind, schreibt Jutta Weber:

Das 204 Seiten umfassende Sedezformat entspricht unseren Vorstellungen eines Adressbuchs in jeder Weise: Es enthält Listen von Namen, die der Reihenfolge des Alphabets folgen. Innerhalb der Buchstaben sind diese Namen jedoch ohne Ordnung jeweils bei Bedarf angefügt worden. Wenn die für einen Buchstaben eingeplanten Seiten nicht ausreichten, sind auch freie Plätze unter anderen Buchstaben verwendet worden. Humboldt hat die Namen mit Tinte in seiner kleinen Schrift notiert. Und er hat die Namen mit weiteren Informationen versehen: Seien es Titel, Berufe, Hoteladressen, Städte oder, und dies scheint vor allem bei Berliner Adressen zuzutreffen, Straße und Hausnummer sind trotz aller Enge auf den Seiten gut leserlich aufgeschrieben worden. Das Alphabet ist in der Mitte unterbrochen, Humboldt hat verschiedene Seiten für Notizen genutzt. Mehr …

Bibliotheksmagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München, 2/2012 (PDF)

 

Tobias Kraft

Tobias Kraft ++ Redaktionsleitung avhumboldt.de (früher Humboldt im Netz) seit 2001 sowie Mitglied im Editorial Board des Open Access Journals HiN - Internationale Zeitschrift für Humboldt-Studien seit 2002 ++ Studium der Romanistik, Germanistik, Medienwissenschaft und Geschichte an der Universität Bonn und an der Universität Potsdam ++ 2008-2013 Promotion zu Alexander von Humboldt am Lehrstuhl für französisch- und spanischsprachige Literatur (Prof. Dr. Ottmar Ette), Institut für Romanistik, Universität Potsdam ++ seit Januar 2015 Arbeitsstellenleiter im Langzeitvorhaben "Alexander von Humboldt auf Reisen – Wissenschaft aus der Bewegung" (AvH-R) an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Ein Gedanke zu „Jutta Weber (Staatsbibliothek zu Berlin) über das Adressbuch Alexander von Humboldts

  • September 29, 2012 um 09:53
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    Alles, was mit Alexander von Huumboldt verbunden ist,interessiert mich sehr, denn ich bin Humboldtianer aus Russland ,Sibirien, wo Alexander von Humboldt war und unsere Stadt besuchte. Ich initiierte die Einweihung der Gedenktafel fuer Alexander von Humboldt in Kolywan, wo er die Steinschnitzfabrik besucht hatte. Freue mich auf jede Nachricht von den Leuten ,die sich auch mit diesem Thema beschaeftigen . Ich bin den Miarbeitern der BBAW sehr dankbar fuer die Hilfe und Unterstuetzung. im Jahr 2013 werden die Dreharbeiten des Dukumentarfilms im Altai durchgefuehrt“Mit Herrn H .zum Schlangenberg“. Der erste Teil ist schon fertig. Das soll sehr spannend sein und neue Entdeckungen aus der Biographie Humboldt bereichern unsere Kenntnisse und der Alexander von Humboldt wird uns nah.

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