Alexander von Humboldts Erläuterungen zu Öfen für die Herstellung von Keramik- und Glaserzeugnissen

Der Aufsatz macht den Leser mit einem in der Regel wenig bekannten Aspekt aus Alexander von Humboldts Tätigkeit bekannt, seiner Beschäftigung mit den für das Brennen von Keramik und das Schmelzen von Glas genutzten Öfen. Das erfolgte in der Zeit von 1792─1797 im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Bergbeamter im Auftrag des preußischen Königs in dessen Fürstentümern Ansbach und Bayreuth. In Gutachten und Berichten äußerte sich Alexander von Humboldt zu Ofenkonstruktionen und Hilfsmitteln für die Hochtemperaturprozesse. Er analysierte Ursachen für das Misslingen von Bränden sowie Schmelzen und unterbreitete Vorschläge zu ihrer Verbesserung. Verschiedene konstruktive Änderungen bei Reparaturen der vorhandenen Öfen im Steingutwerk Rheinsberg sowie in der Porzellanmanufaktur Bruckberg gingen auf Alexander von Humboldt zurück. Die Entscheidung zum Bau eines zweietagigen Rundofens in der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin wurde wahrscheinlich durch ihn beschleunigt. Der Siegeszug des zweietagigen Rundofens zum Brennen von Porzellan in Deutschland hängt eng mit Alexander von Humboldts Analysen zusammen. Seine Darstellungen werden anhand von Skizzen erläutert.

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Alexander von Humboldt. Gutachten und Briefe zur Porzellanherstellung 1792–1794 (De Gruyter Akademie Forschung 2014)

Schriftenreihe „Beiträge zur Alexander-von-Humboldt-Forschung“ Die Hauptarbeitsergebnisse der Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle werden in den Bänden der von der BBAW herausgegebenen, im Vorhaben betreuten

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