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[update] Nationale und internationale Pressereaktionen auf den Ankauf der Amerikanischen Reisetagebücher (FAZ, der Standard, El Universal, etc.)

Tagebuch VIIa/b, 55r: Observations astronomiques, nach der Abfahrt von Turbaco, 19.4.1801. © Staatsbibliothek zu Berlin - PK / Fotostelle

Tagebuch VIIa/b, 55r: Observations astronomiques, nach der Abfahrt von Turbaco, 19.4.1801. © Staatsbibliothek zu Berlin - PK / Fotostelle

[Die avhumboldt.de-Redaktion dankt der Agentur Britta Fischer Public Relations für die hervorragende Zusammenstellung des aktuellen Pressespiegels]

Bereits unmittelbar nachdem die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und das Bundesministerium für Bildung und Forschung in ihren heutigen Pressemitteilungen vom erfolgreichen und durchaus spektakulär zu nennenden Ankauf der Amerikanischen Reisetagebücher Alexander von Humboldts berichtet hatten, gab es zahlreiche Reaktionen in der nationalen und internationalen Presse.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung spricht von einem „Jahrhundertkauf“. So schreibt Regina Mönch:

Der Stiftung Preußischer Kulturbesitz gelingt mit dem Kauf von Alexander von Humboldts Tagebüchern ein Coup. […] Die Reisetagebücher sind fortan eines der Glanzstücke der Staatsbibliothek zu Berlin, wichtig aber auch für das künftige Humboldtforum am Schlossplatz, dessen intellektuelles Fundament ja das Erbe der weltberühmten Humboldt-Brüder sein soll. […] Die Preußen-Stiftung war nicht die einzige, die Humboldts Tagebücher zum national bedeutsamen geistigen Erbe zählt und darum ihr Interesse anmeldete. Auch in Mexico gehören die Aufzeichnungen Alexander von Humboldts zum nationalen Mythos, gelten sie doch als Teil der „zweiten Entdeckung“ Mittel- und Südamerikas. So gehörten zu den Interessenten die Nationalbibliotheken und Nationalmuseen in Mexico-Stadt, Buenos Aires, Rio, Brasilia und Lima. Ulrich von Heinz hat allerdings immer nur mit der Preußen-Stiftung verhandelt. >> Mehr

Die Potsdamer Neuesten Nachrichten sprechen von einer „Jahrhunderterwerbung“ und betonen die Bedeutung, die der Ankauf und das damit verbundene Forschungsprojekt für den Standort Potsdam darstellen:

Mit der wissenschaftlichen Auswertung der rund 4000 Seiten umfassenden Reiseaufzeichnungen wird nicht etwa die Berliner Humboldt-Universität, sondern die Universität Potsdam betraut: Ein gemeinsames Projekt der Uni Potsdam und der Preußenstiftung fördert das Bundesbildungsministerium über die kommenden drei Jahre mit insgesamt drei Millionen Euro, wie das Ministerium mitteilte. Ziel sei die inhaltliche und materielle Erschließung der Tagebücher. >> Mehr

Das Portal KulturPort würdigt die Bedeutung der Tagebücher für die Entwicklung des Humboldtschen Wissensprojekts:

Die Aufzeichnungen der Expedition – später in neun Folio- und Quartbänden gebunden – dienten Alexander von Humboldt, dem 1769 geborenen Naturwissenschaftler und Forschungsreisenden mit Weltruhm, bis zu seinem Lebensende 1859 als wichtigste Quelle wissenschaftlicher Ideen. Heute sind sie nichts Geringeres als ein Zeugnis der Geburtsstunde der modernen Wissenschaft. Von der Elektrizität der Zitteraale bis zum Meteorschauer der Leoniden – Humboldt war ein unermüdlicher Datensammler. Das exakte Vermessen und Dokumentieren noch so kleiner Phänomene – quer durch alle wissenschaftlichen Disziplinen – war seine Methode. Dabei verlor er nie den Blick für das große Ganze: Wie kein anderer Forscher vor ihm untersuchte er das komplexe Zusammenspiel von Erdkräften, Klima, Natur und Mensch, durchaus auch in globaler Perspektive – historisch betrachtet eine Revolution wissenschaftlicher Methodik. >> Mehr

Der Standard aus Österreich widmet sich den Umständen des Verkaufs:

Der bisherige Besitzer Ulrich von Heinz sagte, er habe immer angestrebt, dass die Tagebücher in Berlin bleiben. Es habe großes Interesse auch aus Lateinamerika, darunter aus Mexiko, gegeben. Auch private Institutionen wie das Getty Institute in Los Angeles hatten sich um einen Erwerb bemüht. Hätte es keine Einigung gegeben, wären die Tagebücher in ein anderes Land gekommen. Mit dem Erlös wolle er das Humboldt-Schloss in Berlin-Tegel erhalten. >> Mehr

El Universal aus Mexiko schreibt:

Recupera Berlín diarios de Humboldt sobre América […] Tanto para la ciencia y la investigación, como para el público interesado, la permanencia de los diarios originales en Berlín representa un gran enriquecimiento, ya que se encuentran entre las piezas más importantes de la Biblioteca Estatal de Berlín, en Unter den Linden, señala la fundación. De acuerdo con ésta, la venta a un coleccionista privado o inversionista internacional de los diarios de viaje por América de Alexander von Humboldt habría representado un brecha insubsanable, ya que los manuscritos documentan de una manera única un viaje de investigación de cinco años de duración a través de las Américas. […] En los círculos científicos, los diarios americanos son considerados a nivel mundial como una colección de materiales única y una obra completa de suma importancia. >> leer la nota completa

Weitere Pressereaktionen (deutschsprachig):

Reacciones en la prensa hispanoparlante:

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