HiN XII, 23 (2011)

HiN XII, 22 (2011)

Die Ausgabe von HiN XII, 23 (2011) enthält Artikel von

Eberhard Knobloch und Ingo Schwarz (dt.)
Ottmar Ette (dt.)
Laura Péaud (frz.)
Karin Reich (eng.)
Kurt-R. Biermann (dt.)

INHALTSVERZEICHNIS von HiN XII, 23 (2011)

Während eines Forschungsaufenthaltes in St. Petersburg 2010 entdeckte Frau Dr. Elena Roussanova einen Brief von Alexander von Humboldt, der der Humboldt-Forschung bisher unbekannt geblieben war. Diese Lücke wird hier geschlossen. Die Autoren des Artikels danken Frau Roussanova für den Hinweis auf dieses Schreiben. Der Brief kann durch einen Vermerk von fremder Hand auf die Zeit kurz vor dem 2./14.12.1829 datiert werden. Sein Empfänger war, wie aus dem Inhalt hervorgeht, der russische Physiker Heinrich Friedrich Emil Lenz. Der Beitrag – in der Rubrik „Von Humboldts Hand“ – von Eberhard Knobloch und Ingo Schwarz widmet sich der Transkription der Handschrift, die mit freundlicher Genehmigung der Filiale St. Petersburg des Archivs der Russischen Akademie der Wissenschaften wiedergegeben wird. Dabei gilt besonderer Dank der Archivleiterin Frau Dr. I. V. Tunkina für ihre freundliche Unterstützung. >> zum Beitrag

Alexander von Humboldt verstand sich zwar sicher nicht als Direktor eines Museums, war aber sehr wohl der Welt der Museen, Bibliotheken und Archive nicht nur als Besucher und Leser, sondern auch als Sammler und Forscher verpflichtet. Durch seine Forschungsreisen nach Amerika und Asien vermehrte er im Verlauf eines langen Gelehrtenlebens viele Sammlungen durch eigene Sammeltätigkeit vor Ort. Seine Feldforschung blieb dabei nicht auf naturwissenschaftliche Aspekte begrenzt, sondern bezog ganz selbstverständlich auch die verschiedenartigsten kulturwissenschaftlichen Forschungsgegenstände mitein. Diese transdisziplinär agierende Praxis im Feld lässt sich zugleich als eine transareale, einzelne Areas übergreifende und damit im Sinne von TransArea Studies aus den Beziehungen, Zirkulationen und Wechselwirkungen jenseits des bloß Territorialen sich speisende Wissenschaftskonzeption begreifen. So lässt sich in seiner Auseinandersetzung mit der amerikanischen Tropenwelt eine doppelte transareale Relationalität erkennen. Die Tropen sind für Alexander von Humboldt die Zone höchster Mannigfaltigkeit und Vielverbundenheit – oder um es mit heutigen Begriffen zum Ausdruck zu bringen: die TransArea par excellence. >> zum Beitrag von Ottmar Ette

A la charnière du XVIIIème et du XIXème siècle, Alexander von Humboldt réalise une série de voyages scientifiques et géographiques en Europe, en Amérique et en Asie. Connus en grande partie par sa très riche correspondance, ces voyages sont tous marqués par la présence et l’intervention d’acteurs du monde politique européen. Par leur soutien financier, matériel et moral, ainsi que par leur délimitation spatiale, temporelle voire thématique des objets des expéditions, ceux-ci structurent pratiquement et intellectuellement le déroulement des expéditions humboldtiennes.
Aux alentours du moment 1800, la géographie se trouve alors engagée dans un mouvement de construction disciplinaire, questionnant ses objets, ses méthodes et ses pratiques. Inséré dans ce processus, le voyage constitue un enjeu identitaire fort de l’élaboration et de la définition des savoirs géographiques modernes. La participation des acteurs politiques dans les voyages interroge leur rôle d’opérateurs de la fabrique scientifique. A partir de l’exemple humboldtien, dans une optique d’histoire et d’épistémologie de la géographie, cet article de Laura Péaud propose d’engager une analyse relationnelle du couple géographie/politique. >> lire article

Während der im September 1837 in Göttingen stattfindenden Universitätsfeierlichkeiten initiierten Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß gemeinsam ein Projekt; es ging dabei um die Frage, ob Sternschnuppen die erdmagnetischen Erscheinungen beeinflussen würden, dem Nordlicht vergleichbar. Dies sollte im folgenden November, anlässlich des zu erwartenden großen Sternschnuppenschauers, überprüft werden.
Im Zentrum dieser Untersuchung von Karin Reich steht der Brief von Alexander von Humboldt an Gauß vom 30. November 1837 (Briefwechsel Humboldt-Gauß, S. 63–65). Es handelt sich erstens um einen Brief von dem in Breslau wirkenden Astronomen Boguslawski an Humboldt vom 15. November 1837, den Humboldt, versehen mit eigenen Anmerkungen, Gauß zukommen ließ, und zweitens um ein Dokument, enthaltend die von Humboldt und Herter in Berlin während der Zeit vom 12. bis 21. November angestellten erdmagnetischen Beobachtungen. Diese Dokumente sollen hier erstmals in den historischen Kontext eingebettet, vorgestellt werden, zusammen mit dem Bericht über die in Marburg gemachten Sternschnuppenbeobachtungen vom 12. bis 14. November, die Gerling veranlasst hatte. >> zum Beitrag

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Katharina Einert

Katharina Einert - Studium der Romanistik und Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam. Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für französisch- und spanischsprachige Literatur (Prof. Dr. Ottmar Ette), Institut für Romanistik, Universität Potsdam. Seit 2011 Promotion unter Betreuung von Prof. Dr. Gesine Müller, Romanisches Seminar, Universität zu Köln.

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