HiN II, 2 (2001)

HiN - Internationale Zeitschrift für Humboldt Studien <br /> ISSN: 1617-5239
Internationale Zeitschrift für Humboldt Studien ISSN: 1617-5239

HiN II, 2 (2001) enthält Artikel folgender Autoren:

  • Kurt-R. Biermann und Ingo Schwarz (dt.) – 3 Beiträge
  • Francisco Díaz Solar und Duanel Díaz Infante (esp.)
  • Ottmar Ette (en.)
  • Margot Faak (dt.)
  • Heinz Krumpel (dt.)
  • Oliver Lubrich (en.)
  • Ursula Thiemer-Sachse (dt.)
  • Engelhard Weigl

Der erste Beitrag von Kurt-R. Biermann und Ingo Schwarz bringt Gründe dafür, dass „Las Memorias sobre las colonias españolas en América del Sur“, angeblich von Alexander von Humboldt 1818 für die Conferencia de la Alianza Sagrada en Aix-la-Chapelle geschrieben, in Wirklichkeit nie existierten. Deswegen konnten sie auch nicht der Hinderungsgrund für seine Indienreise sein. >> zum Beitrag

Dass sich Alexander von Humboldt gern über Zeitgenossen lustig machte, war in seinem Freundes- und Bekanntenkreis wohlbekannt. Man scheute sich daher beispielsweise, vor ihm eine Geselligkeit zu verlassen, weil eine mokante Bemerkung über den Weggegangenen aus seinem Munde zu erwarten war. Kurt-R. Biermann und Ingo Schwarz wollen hier an einer Reihe von Beispielen den auch Leser unserer Tage noch erheiternden und von der Humboldt-Biographik eher stiefmütterlich behandelten Sinn für Schalkhaftigkeit beleuchten, um dadurch Neugierde auf die epistolarische Hinterlassenschaft Humboldts wecken zu helfen und ihm zugleich Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. >> zum Beitrag

Kurt-R. Biermann hat an anderer Stelle das Technikverständnis Alexander von Humboldts behandelt und ihn als „geistigen Ahnherrn der Förderung industriellen Fortschritts“ gewürdigt. In diesem Beitrag von Kurt-R. Biermann und Ingo Schwarz sei Humboldts frühes Interesse an der Anwendung der Botanik belegt, um dem Bevölkerungswachstum, der Preissteigerung bei Lebensmitteln, der Zerrüttung der Staatsfinanzen, dem einreißenden Mangel durch Erschließung neuer Nahrungsquellen, Nutzung ignorierter Naturkräfte und Schaffung neuer Arbeitsplätze zu steuern. >> zum Beitrag

En este artículo de Francisco Díaz Solar und Duanel Díaz Infante nos interesa comentar un ensayo donde no se habla del Humboldt descubridor de Cuba, sino del sabio en su dimensión más universal. Se trata de un texto que, bajo el título de Invitación a la lectura de Cosmos de Alejandro de Humboldt, el poeta cubano Gastón Baquero -uno de los mejores de la lengua en la segunda mitad del siglo, autor de libros como Memorial de un testigo y Magias e invenciones, y también de libros de ensayo-publicó en el número 2 de la revista Islas, en 1959. >> leer artículo completo

„The Scientist as Weltbürger: Alexander von Humboldt and the Beginning of Cosmopolitics“ – Ottmar Ette >> zum Beitrag

Der Grundstein für die Edition der Tagebücher Humboldts wurde ab 1958 durch die Transkription aller 9 Tagebuchbände gelegt. Die Auswahlausgabe der amerikanischen Reisetagebücher Humboldts begann 1982 mit der Publikation der gesellschaftskritischen Äußerungen zum spanischen Kolonialsystem, zwei weitere Bände (Texte und Kommentar) sollten den unvollständig gebliebenen, auf Venezuela beschränkten gedruckten Reisebericht, „Relation historique“, ergänzen. In dem im Beitrag von Margot Faak vorgestellten Band sind die Texte publiziert, die dem gedruckten Reisebericht entsprechen. >> zum Beitrag

Neben Alexander von Humboldt ist es vor allem der in Deutschland größtenteils unbekannt gebliebene Philosoph Karl Christian Friedrich Krause (1781-1832), dessen Ideen im lateinamerikanischen Kulturraum wesentliche Bedeutung zukommen. Obwohl Krause im Unterschied zu Humboldt erst Anfang der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Ländern Lateinamerikas bekannt wird, zeigt ein Vergleich der Lektüre von beiden, dass das darin enthaltene Aufklärungspotential mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede enthält. Da hierzu Untersuchungen vorliegen, werden in den dem Beitrag von Heinz Krumpel nur solche Aspekte skizziert, die den verschiedenen Humboldt- und Krause-Rezeptionen im 19. und 20. Jahrhundert ihr unverwechselbares Gepräge geben. Um dies zu verdeutlichen, sollen die Ausführungen in drei Schritte unterteilt werden. >> zum Beitrag

La isla de Cuba destaca en la relación de viaje sobre América de Alejandro de Humboldt como un espacio particular. La esclavitud colonial le hizo vacilar a Humboldt en su filosofía optimista, inspirada por la Ilustración Europea, una situación que provocó contradicciones en el discurso humboldtiano. Y este fenómeno se puede analizar sobre todo desde una perspectiva literaria, como lo propone Oliver Lubrich en este artículo. Percebido como un espacio poético, la Cuba de Humboldt se deconstruye en el texto literario-científico y se presenta como un espacio multifacético. >> leer artículo completo

Alexander von Humboldt war außerordentlich aufgeschlossen für Zeugnisse menschlichen Tuns – bei aller Leidenschaft für wissenschaftliche Naturerfassung und bei der Begeisterung über Naturerscheinungen, die er in Südamerika beobachten konnte und die ihm im Vergleich zu denen in Europa als außerordentlich erschienen. Die emotionale Verarbeitung des Geschauten und Erlebten, die geistige Durchdringung und künstlerische Umsetzung war für ihn wesentlich.  Sein Anliegen war offensichtlich, die gewaltige Welt menschlichen Geistes zu begreifen. Daher war es nicht nur mancher bewundernde oder kritische Blick auf menschlichen Kunstfleiß, der aus seinen Aufzeichnungen und Werken erkennbar ist. Humboldt entwickelte eine komplexe Sicht – auch auf indianische Kunst, eine Sicht, deren innere Widersprüchlichkeit aus der Wechselwirkung von Anschauung, gefühlsmäßiger Annäherung und wissenschaftlichem Hinterfragen geprägt war. >> zum Beitrag von Ursula Thiemer-Sachse

In the middle of the 19th century the question whether expanding civilization and industrialization had an effect on climate was discussed intensely worldwide. It was feared that increasing deforestation would lead to continuous decrease in rainfall. This first scientific discussion about climate change as the result of human intervention was strongly influenced by the research Alexander von Humboldt and Jean-Baptiste Boussingault had undertaken when they investigated the falling water levels of Lake Valencia in Venezuela. Engelhard Weigl´s essay aims to clarify the question whether Alexander von Humboldt can be counted among the leading figures of modern environmentalism on account of this research. >> full article

Katharina Einert

Katharina Einert - Studium der Romanistik und Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam. Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für französisch- und spanischsprachige Literatur (Prof. Dr. Ottmar Ette), Institut für Romanistik, Universität Potsdam. Seit 2011 Promotion unter Betreuung von Prof. Dr. Gesine Müller, Romanisches Seminar, Universität zu Köln.

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