Umweltgedanken zu Alexander zu Humboldt

Alexander von Humboldt hat auf der Grundlage des Wissens seiner Zeit in den Schlussfolgerungen zu seinen Messungen zum Boden, zur Luft und zum Wasser gelegentlich auch offene Fragen formuliert und Vermutungen geäußert. Es ist das Ziel dieses Beitrages, frühe Veröffentlichungen zu analysieren und zu prüfen, ob die damaligen Annahmen mit heutigem naturwissenschaftlichem Wissen bestätigt werden können. Nach einer kurzen Darstellung der allgemeinen „Umweltsituation“ der Zeit um 1800 folgt eine Diskussion der Anleitungen zur Beeinflussung der Bodenfruchtbarkeit und zur Ertragssteigerung. Humboldt erkannte bei seinen Untersuchungen zu methanhaltigen Grubengasen und der Erdatmosphäre einige uns heute aus der Klimadiskussion bekannte Effekte, wie z.B. die Rolle von Spurengasen auf die Eigenschaften von Gasmischungen und das Vorhandensein von atmosphärischen Stoffkreisläufen. Weniger bekannt sind Humboldts umfassende praktische Anleitungen zum Bau des 50 km langen Entwässerungstunnels „Meissner Erbstolln“ mit einbezogenen geologischen, technischen, ökonomischen und soziologischen Aspekten. Die zentrale Rolle von „dynamischen“ Gleichgewichten wird am heutigen ökologischen Zustand des Sees von Valencia (Venezuela) erläutert.

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