HiN X, 18 (2009)

HiN X, 18 (2009)

Die HiN X, 18 (2009) hat DARWIN und HUMBOLDT zum Themenschwerpunkt und enthält Artikel folgender Autoren:

  • Ingo Schwarz (dt.)
  • Rolando E. Misas Jiménez (esp.)
  • Bernhard Hunger (dt.)
  • Christian Helmreich (dt.)
  • Petra Werner (dt.)
  • Ilse Jahn (dt.)

INHALTSVERZEICHNIS von HiN X, 18 (2009)

„Carl Gustav Carus. Natur und Idee“ ist der Titel einer Ausstellung, die vom 26. Juni bis zum 20. September 2009 im Residenzschloss Dresden und im Semperbau am Zwinger sowie vom 9. Oktober 2009 bis zum 10. Januar 2010 in der Alten Nationalgalerie Berlin zu sehen sein wird. Die hier in der Kategorie von Humboldts Hand durch Ingo Schwarz vorgelegte Edition macht erstmals die überlieferte Korrespondenz zwischen Alexander von Humboldt und Carl Gustav Carus als Ganzes bekannt. Die Texte, die vor allem biographisch und bibliographisch kommentiert werden, sollen der Forschung eine verlässliche Grundlage für weitere Untersuchungen bieten und allen interessierten Lesern einen Einblick in den vielschichtigen, hoch interessanten Gedankenaustausch zweier bedeutender Persönlichkeiten der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewähren. >> zum Beitrag

El Ensayo Político sobre la isla de Cuba de Humboldt constituye un importante estudio sobre el pensamiento de los hacendados y de los funcionarios coloniales de La Habana, quienes fueron sus principales colaboradores durante el período 1801-1826. En correspondencia con sus ideas de progreso humano, Humboldt criticó la influencia del pensamiento, basado en la explotación de la fuerza de trabajo esclava, en los problemas de carácter científico, social y económico de la Isla. Por eso Humboldt se preocupó por las aspiraciones políticas de los hacendados. Sin embargo, casi no señala el programa reformista efectuado por el Intendente Alejandro Ramírez. Por otra parte, Humboldt desconoció el pensamiento de progreso de un grupo de profesores y estudiantes del Colegio Seminario de San Carlos en La Habana. Sus primeros contactos con este pensamiento ocurrieron en Europa después de haberse publicado su Ensayo en 1826. >> leer artículo completo de Rolando E. Misas Jiménez

Im Werk Alexander von Humboldts sind Spuren zu Johann Gottfried Herder ebenso vielfältig wie Verweise rar. Der Aufsatz von Bernhard Hunger in der Kategorie Spaziergänge richtet unter diesem Aspekt den Blick auf Humboldts Ideen zur Physiognomik der Gewächse (1806), in denen er Herder das erste Mal in einer Veröffentlichung namentlich erwähnt. Zwei Jahre später wird der Text in die Ansichten der Natur (1808 ff.) aufgenommen. In der dritten Auflage der Ansichten (1849) ist Herders Name kurioserweise gestrichen. Der historische Kontext der Jahre zwischen 1805 und 1808 legt zudem nahe, dass Humboldts Bezugnahme auf Herder sehr bewusst geschehen sein muss. Anhand des Briefwechsels Humboldts mit dem Historiker Johannes von Müller und weiterer Quellen wird gezeigt, dass sich Humboldt mit Schriften Herders auseinandergesetzt hat. >> zum Beitrag

Zeichnung Nr. 2175 aus der Ehrenberg-Sammlung des Museums für Naturkunde Berlin. Beschriftung: Atmosphaerischer Staub von San Jago. Capverdische Inseln 1833 von Ch. Darwin gesandt 1844. von Darwin selbst gesammelt 1832. Quelle: www.hin-online.de
Zeichnung Nr. 2175 aus der Ehrenberg-Sammlung des Museums für Naturkunde Berlin. Beschriftung: Atmosphaerischer Staub von San Jago. Capverdische Inseln 1833 von Ch. Darwin gesandt 1844. von Darwin selbst gesammelt 1832. Quelle: www.hin-online.de

In dem Artikel von Christian Helmreich wird Alexander von Humboldts Beschäftigung mit der geschichtlichen Dimension der Natur analysiert. Es soll gleichzeitig untersucht werden, inwiefern der von Darwin sehr verehrte Humboldt ein „Vorläufer“ des englischen Wissenschaftlers genannt werden kann. Während Humboldt in seiner Jugendzeit auf dem Gebiet der Geschichte der Natur durchaus interessante Forschungsansätze verfolgt, scheint er in der Zeit ab 1800 aus methodischen Gründen Forschungen abzulehnen, die sich mit (unsicheren) Hypothesen über den einstigen Zustand der Erde beschäftigen. Die Wissenschaft, so Humboldt, braucht empirisch fundierte Belege. Untersucht wird auch, inwiefern sich seine Position mit der Zeit verändert, insbesondere angesichts der ab 1810/1820 florierenden Paläontologie. Spannend wird es dann im späten Kosmos, in dem Humboldt zwei eigentlich widersprüchliche Positionen einnimmt: in seinen programmatischen Abschnitten hebt er hervor, daß sich seine Art der Naturbeschreibung ganz strikt auf das Seiende beschränken müsse, anderswo im gleichen Werk subvertiert er diese Aussage allerdings und bietet dem Leser breitangelegte Einblicke in die Geschichte der Natur. >>  zum Beitrag

Dass Darwin und Humboldt einander kannten und schätzten, ist allgemein bekannt. Im Text von Petra Werner wird darüber hinaus genauer untersucht, inwieweit Darwin in seinem Werk Origin of Species durch Humboldts Arbeiten angeregt wurde. Darwins datierte Randbemerkungen zu Humboldts Büchern – die sich noch heute in Darwins Library in Cambridge befinden – belegen, dass Darwin noch wenige Wochen vor seinem Tode Humboldts Personal Narratives studierte. Alexander von Humboldts Arbeiten, vor allem sein Reisewerk mit seinen detailreichen Beobachtungen, war für Charles Darwin ein Leben lang eine wichtige empirische Quelle, regten ihn aber auch zum Widerspruch an. Das wird anhand des Themas „Migration“ erläutert. >> zum Beitrag

In der Kategorie neu gelesen erscheint ein Auszug aus Ilse Jahn „Dem Leben auf der Spur“ – Die biologischen Forschungen Alexander von Humboldts erschienen 1969 in Leipzig/Jena/Berlin,  Seite 184. >> zum Beitrag

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Katharina Einert

Katharina Einert - Studium der Romanistik und Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam. Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für französisch- und spanischsprachige Literatur (Prof. Dr. Ottmar Ette), Institut für Romanistik, Universität Potsdam. Seit 2011 Promotion unter Betreuung von Prof. Dr. Gesine Müller, Romanisches Seminar, Universität zu Köln.

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