HiN XX, 38 (2019)

HiN XX, 38 (2019)

Die aktuelle Ausgabe von HiN enthält Artikel folgender Autorinnen und Autoren:

  • Ottmar Ette (deutsch)
  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (deutsch/english)
  • Sandra Rebok, Timothy Winkle (english)
  • Hanno Beck (deutsch)

INHALTSVERZEICHNIS HiN XX, 38 (2019)

DOI: 10.18443/hinvol20iss382019
URL: http://dx.doi.org/10.18443/hinvol20iss382019

Alexander von Humboldts Forschungsreise in die Neue Welt ist ein Gründungsmoment moderner Wissenschaft, so Ottmar Ette in seinem einleitenden Beitrag zu diesem Heft. Sie liefert uns Impulse und Grundlagen für ein 21. Jahrhundert, das im Zeichen des Zusammendenkens und Zusammenlebens stehen muss. Von der lange verschütteten Tradition einer Humboldt’schen Wissenschaft aus lassen sich heute, am Ausgang unserer aktuellen Globalisierungsphase, neue Zukünfte denken und entfalten. Das Zusammendenken von Natur und Kultur im Horizont einer Ökologie, die sich mit Gesellschafts- und Wirtschaftsstrukturen vernetzt; der Entwurf einer Kosmopolitik, die nicht auf Machtasymme­trie, Inferiorisierung und Abhängigkeit abzielt, sondern die Zirkulation von Wissen zur Grundlage einer sich demokratisierenden Weltgesellschaft macht: Dies sind Kreuzungspunkte eines Denkens, das nicht nur an Aktualität, sondern im Zeichen neu entfachter Nationalismen, neuer Fundamentalismen und neuer globaler Ausgrenzungen vor allem an Dringlichkeit gewonnen hat. >> zum Beitrag

Vom 11. bis zum 16. Februar 2019 führten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Frau Elke Büdenbender und eine sie begleitende Delegation eine Reise nach Lateinamerika durch. Ziel waren die beiden südamerikanischen Länder Kolumbien und Ecuador. Diese Reise führte den Bundespräsidenten unter anderem nach Cartagena de Indias, ins vorgelagerte karibische Archipel der Islas del Rosario und schließlich in die Hauptstadt Bogotá. Von der Hauptstadt Kolumbiens ging es in die Hauptstadt Ecuadors, auf das pazifische Archipel der Galapagos-Inseln, zum berühmten Vulkanriesen Antisana und schließlich nach Guayaquil, von wo aus die Rückreise nach Deutschland angetreten wurde. Die Reise folgte den Spuren Alexander von Humboldts sowie auf den Galapagos-Inseln auch Charles Darwins. Die Hommage an den preußischen Gelehrten bildete einen wichtigen Bestandteil der Besuche, die thematisch auf die Bereiche Klima und Umwelt fokussierten. Den Höhepunkt des Lateinamerika-Aufenthalts des Bundespräsidenten aber bildete seine Rede in Quito am 13. Februar 2019, mit welcher er die „Humboldt-Saison“ aus Anlass des 250. Geburtstages Alexander von Humboldts feierlich eröffnete. >> zum Beitrag

From 11 to 16 February 2019, the President of the Federal Republic of Germany, Frank-Walter Steinmeier, together with his wife and a delegation accompanying him, travelled to Latin America. The destinations of this trip were the two South American countries Colombia and Ecuador. The journey took the Federal President to Cartagena de Indias, the Caribbean archipelago of the Islas del Rosario and finally to Bogotá. From the capital of Colombia, the group travelled to the capital of Ecuador, to the Pacific Archipelago of the Galapagos Islands, to the famous volcanic giant Antisana and finally to Guayaquil and from there back to Germany. The journey followed in the footsteps of Alexander von Humboldt and, on the Galapagos Islands, Charles Darwin. The homage to the Prussian scholar Humboldt was an important part of the delegation’s visit. The actual highlight of the Federal President’s stay in Latin America was his speech in Quito on 13 February 2019, with which he ceremoniously opened the “Humboldt Season” on the occasion of Alexander von Humboldt’s 250th birthday. This fact is of considerable symbolic importance, as the opening did not take place in Berlin, but in a Latin American capital to which the younger of the two Humboldt brothers was particularly committed. >> read full article

While the lack of religion in Alexander von Humboldt’s work and the criticism he received is well known, his relationship with Freemasonry is relatively unexplored. Humboldt appears on some lists of “illustrious Masons,” and several lodges carry his name, but was he really a member? If so, this leads to several questions, as Sandra Rebok and Timothy Winkle point out in their article: When and where did he join a lodge? Are there any comments by him about Freemasonry? Who were the renowned Masons he was surrounded by? This paper examines these questions, but more importantly it analyzes what a membership might have meant for Humboldt’s scholarly work. It looks particularly at the unprecedented success he enjoyed in the United States in the early 19th century and the factors behind it. What could he have gained from these connections and how was he viewed by Masonic leaders and lodges in the trans-Atlantic world? >> read full article

Am 20. September 2018 starb kurz nach Vollendung seines 95. Lebensjahres der Geographiehistoriker und Alexander-von-Humboldt-Forscher Prof. Dr. Hanno Beck. Beck gehörte zu der Generation von Gelehrten, die nach dem Zweiten Weltkrieg den Forschungen zu Alexander von Humboldt in Deutschland ein neues Profil verliehen haben. Dabei ging es um eine gut dokumentierte Darstellung von Humboldts Leben und Werk; aber damit nicht genug, Beck erwarb sich auch Verdienste bei der Neuedition wichtiger Schriften des preußischen Gelehrten. Anstelle eines Nachrufes veröffentlicht HiN im vorliegenden Heft einen Aufsatz von 1973 zum Thema „Humboldt und die Eiszeit“, erweitert um eine Einführung von Ingo Schwarz. Der hier neu veröffentlichte Beck’sche Text einschließlich der Fußnoten wurde – bis auf die behutsame Anpassung an die neue Rechtschreibung – weitgehend unverändert übernommen. >> zum Beitrag

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Tobias Kraft

Tobias Kraft ++ Redaktionsleitung avhumboldt.de (früher Humboldt im Netz) seit 2001 sowie Mitglied im Editorial Board des Open Access Journals HiN - Internationale Zeitschrift für Humboldt-Studien seit 2002 ++ Studium der Romanistik, Germanistik, Medienwissenschaft und Geschichte an der Universität Bonn und an der Universität Potsdam ++ 2008-2013 Promotion zu Alexander von Humboldt am Lehrstuhl für französisch- und spanischsprachige Literatur (Prof. Dr. Ottmar Ette), Institut für Romanistik, Universität Potsdam ++ seit Januar 2015 Arbeitsstellenleiter im Langzeitvorhaben "Alexander von Humboldt auf Reisen – Wissenschaft aus der Bewegung" (AvH-R) an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

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