„… zu den wunderlichsten Schlangen der Gelehrsamkeit zusammengegliedert“. Neue Materialien zu den ‚Kosmos-Vorträgen‘ Alexander von Humboldts, nebst Vorüberlegungen zu deren digitaler Edition

hin logoAutoren: Dominik Erdmann/Christian Thomas

erschienen in HiN XV, 28 (2014)

Alexander von Humboldts 1827/28 gehaltene Kosmos-Vorträge stellen ebenso einen kanonischen Bezugspunkt wie einen weißen Fleck in der Rezeption seines Schaffens dar. Zahlreiche Deutungen basieren auf lediglich zwei unkommentierten Leseausgaben von Collegheften anonym gebliebener Zuhörer Humboldts. Seine 2009 wiedergefundenen eigenhändigen Vorlesungsmanuskripte versprechen, diese schmale Quellenbasis zu erweitern. Alfred Dove hatte bereits 1872 auf ihre Existenz verwiesen und interpretierte sie damals als Nukleus der schriftlichen Ausarbeitung des Kosmos. Diese Sichtweise hat sich in der Rezeption gehalten, während die Materialien, die Dove beschrieb, in Vergessenheit gerieten. Der Artikel von Dominik Erdmann und Christian Thomas stellt anhand ausgewählter Beispiele die Vorlesungsmanuskripte Humboldts und Nachschriften seiner Zuhörer in ihrem Zusammenhang vor, entwickelt die These von der Eigenständigkeit der sogenannten Kosmos-Vorträge gegenüber dem fünfbändigen Kosmos und umreißt die wichtigsten Ziele und Inhalte der geplanten digitalen Edition.

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Julia Bayerl

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im BMBF-Verbundprojekt “Alexander von Humboldts Amerikanische Reisetagebücher” der Universität Potsdam und der Staatsbibliothek zu Berlin-PK. Teilprojekt: “Genealogie, Chronologie, Epistemologie” (Leitung: Prof. Dr. Ottmar Ette). ++ Studium der Romanistik und Kunstgeschichte an der Universität Regensburg, der Universdad de Buenos Aires und der Universidad de Santiago de Compostela. ++ Seit 2014 Promotion zu Alexander von Humboldts Zeichnungen und Bild-Text Beziehungen in den Amerikanischen Reisetagebüchern.

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