Bauforscher der Uni Bamberg dokumentieren die Alexander-von-Humboldt-Berghütte in Ecuador

Humboldt-Forschung auf 4000 Höhenmetern:

Bamberger Bauforscher dokumentieren Humboldts Berghütte am Antisana

Ein Höhepunkt während Alexander von Humboldts Forschungsreise nach Süd- und Mittelamerika (1799–1804) war ganz buchstäblich die Erforschung der sogenannten „Straße der Vulkane“ in Ecuador. Auf rund 4000 Höhenmetern, in einer Berghütte am Fuße des Antisana, schlug Humboldt Mitte März 1802 sein Basislager für einen Besteigungsversuch des über 5.700 m hohen Vulkans auf (vgl. die Alexander von Humboldt-Chronologie, hrsg. von Ingo Schwarz, in der edition humboldt digital). Die Hütte, die Bundespräsident Steinmeier am 15. Februar 2019 zum Abschluss seiner Lateinamerika-Reise anlässlich der Eröffnung der Alexander-von-Humboldt-Saison besucht hatte, gehört zu den wenigen authentischen historischen Artefakten, die Humboldts Anwesenheit auf dem Kontinent bezeugen.

Bundespräsident
Bundespräsident Steinmeier u. Elke Büdenbender am Antisana, Ecuador, 15.02.2019

Bauforscher vom Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT) der Universität Bamberg haben dieses für Ecuador und Deutschland gleichermaßen wichtige kulturgeschichtliche Erbe nun umfassend dokumentiert.

In Zusammenarbeit mit der Denkmalpflegerin Annegret Haseley brachten Anna Nöbauer und Leonhard Salzer aus dem Team von Tobias Arera-Rütenik, der am Lehrstuhl für Bauforschung und Baugeschichte (Prof. Stefan Breitling) das Projekt „Digitale Denkmalerfassung und Denkmalmanagement“ bearbeitet, dabei auch Methoden zum Einsatz, die eine dreidimensionale Abbildung des Gebäudes und seiner Einbettung in die Umgebung ermöglichen.

Die historische Berghütte am Fuß des Antisana, Ecuador © A. Noebauer, L. Salzer/ Univ. Bamberg
Berghütte am Antisana © A. Noebauer, L. Salzer/ Uni Bamberg

Die Ergebnisse dienen zur Klärung der Baugeschichte des mehrfach erweiterten und reparierten Gebäudes, zur Rekonstruktion seines Zustands zur Zeit von Humboldts Aufenthalt sowie zur Gewinnung von Kenntnissen über spezifische Bautechniken und -traditionen der Andenregion. Zudem sollen sie der Ausarbeitung von Erhaltungsmaßnahmen für die historische Berghütte dienen, die dem rauen Bergklima und seismischen Aktivitäten ausgesetzt ist, und damit der Sicherung eines Humboldt-Denkmals für die Zukunft.

Weitere Informationen

über das Projekt finden Sie hier auf der Website des Kompetenzzentrums Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT) an der Universität Bamberg.

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