Kurzfeature des RBB zum 150. Todestag Humboldts

Anlässlich Humboldts 150. Todestages strahlte das Inforadio vom RBB am 06.05.2009 einen Beitrag zu Alexander von Humboldt aus. Die Sendung ist sowohl als Audiodatei zum Hören als auch unter der Rubrik Radio zum Lesen verfügbar.

Denkmal A. v. Humboldts vor der HU Berlin
Denkmal A. v. Humboldts, HU Berlin Quelle: Inforadio des RBB

„Wir trugen kurze Stiefel, einfache Kleidung, keine Handschuhe. Wir litten rasend unter Atemnot und noch schlimmer quälte uns der Brechreiz. Außerdem bluteten wir aus dem Zahnfleisch, aus den Lippen, das Weiß unserer Augäpfel war blut unterlaufen. Wir fühlten Kopfschwäche. Einen dauernden, in unserer Situation sehr gefährlichen Schwindel.“

So beschreibt Alexander von Humboldt den beschwerlichen Aufstieg auf den Chimborazo 1802 in seinem Reisebericht. Obwohl Alexander von Humboldt den Gipfel nicht erklimmen konnte, stellte er mit seiner Besteigung einen Weltrekord auf, da kein Mensch jemals so hoch gekommen war.

Der Humboldt Forscher Oliver Lubrich betitelt Alexander von Humboldt in dem RBB-Beitrag als ausgesprochen vielseitigen Forscher:

„Wenn Humboldt eine indianische Bilderschrift analysiert, auf der Weltuntergänge dargestellt werden, dann fragt er sich nicht nur als Religionswissenschaftler „Was hat das mit dem Sintflutmythos zu tun“, sondern er guckt auch als Botaniker, was für Pflanzen sind auf diesen Darstellungen abgebildet und als Zoologe, welche Tiere kann ich darauf entdecken. Und dann fragt er sich als Historiker, wo gab es eigentlich diese Tiere zu der Zeit, als das Dokument entstanden ist und muss dieses Volks eventuell von anderswo her eingewandert sein.“

Hannah Lisa Linsmaier

Hannah Lisa Linsmaier +++ Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für französisch- und spanischsprachige Literatur (Prof. Dr. Ottmar Ette), Institut für Romanistik, Universität Potsdam +++ Studentin des Masterstudiengangs Angewandte Romanische Literaturwissenschaft (Italienisch und Französisch) an der Universität Potsdam. Bachelor in Italienstudien an der Freien Universität Berlin.

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