“Mason without apron” – Alexander von Humboldt and the world of freemasonry

While the lack of religion in Alexander von Humboldt’s work and the criticism he received is well known, his relationship with Freemasonry is relatively unexplored. Humboldt appears on some lists of “illustrious Masons,” and several lodges carry his name, but was he really a member? If so, when and where did he join a lodge? Are there any comments by him about Freemasonry? Who were the renowned Masons he was surrounded by? This paper examines these questions, but more importantly it analyzes what a membership might have meant for Humboldt’s scholarly work. It looks particularly at the unprecedented success he enjoyed in the United States in the early 19th century and the factors behind it. What could he have gained from these connections and how was he viewed by Masonic leaders and lodges in the trans-Atlantic world?

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Verlängert bis 16.02.2020, Ausstellung/Sound-Installation: „Natur. Nach Humboldt“ im Großen Tropenhaus des Botanischen Gartens Berlin

Mit seinem „Naturgemälde der Anden“ schuf Alexander von Humboldt 1807 einen programmatischen Entwurf für die spätere Pflanzengeographie. Diese Ikone der Wissenschaftsgeschichte vereint Naturerkenntnis und Naturerleben. Mehr als 200 Jahre später stellt das Kooperationsprojekt „Natur. Nach Humboldt“ die Frage, ob ein solcher Zugang zu Natur – ebenso wissenschaftlich wie ästhetisch – heute überhaupt noch möglich ist? Und, wenn ja: Wie würde er aussehen?
Eine Antwort geben die beiden Künstlerinnen Lucrecia Dalt (Kolumbien) und Maria Thereza Alves (Brasilien) mit ihrer Klang-Installation „You Will Go Away One Day But I Will Not“, die vom 24. Januar bis zum 2. Februar 2020 im Großen Tropenhaus im Botanischen Garten Berlin zu entdecken ist.

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Address on the opening Alexander von Humboldt Season in Quito, Ecuador, on 13 February 2019

From 11 to 16 February 2019, the President of the Federal Republic of Germany, together with his wife and a delegation accompanying him, travelled to Latin America. The destinations of this trip were the two South American countries Colombia and Ecuador. The journey took the Federal President to Cartagena de Indias, the Caribbean archipelago of the Islas del Rosario and finally to Bogotá. From the capital of Colombia, the group travelled to the capital of Ecuador, to the Pacific Archipelago of the Galapagos Islands, to the famous volcanic giant Antisana and finally to Guayaquil and from there back to Germany.

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Chimborazo und Krokodil | Objektgeschichten der DHM-Ausstellung „Wilhelm und Alexander von Humboldt“

Im Juni 1802 brach Alexander von Humboldt auf, den Gipfel des Vulkans Chimborazo zu bezwingen, der zum damaligen Zeitpunkt als höchster Berg der Welt galt. Unterstützt von indigenen Lastenträgern und in Begleitung seiner Forscherkollegen Aimé Bonpland und Carlos Montúfar gelang es Humboldt, bis auf eine Höhe von knapp 5.600 Metern vorzudringen. Etwa 500 Meter vor dem Gipfel zwang ein Schneesturm die Gruppe zur Umkehr. Trotzdem hatte sie damit den höchsten bis dahin gemessenen Punkt über dem Meeresspiegel erreicht. Dabei beschrieb Humboldt erstmals die Symptome der Höhenkrankheit, die ihn und seine Begleiter plagte.
Diesem antiken Krokodil aus weißem Marmor begegnete Alexander von Humboldt in einem Raum der Vatikanischen Museen in Rom, wo restaurierte antike Tierskulpturen zu einer Art steinernem Zoo arrangiert waren. Nach seiner Amerikareise besuchte Alexander 1805 seinen Bruder Wilhelm in der Stadt und nutzte jede Gelegenheit, um Bibliotheken, Forschungsinstitute und vor allem Museen zu besuchen. Ausgehend von den Erkenntnissen, die er in Amerika gewonnen hatte, interessierte sich Alexander vor allem dafür, wie Bildhauer und Restauratoren mit anatomischen Details umgegangen waren.

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Feueropal und Aztektisches Gefäß | Objektgeschichten der DHM-Ausstellung „Wilhelm und Alexander von Humboldt“

Der Feueropal
Haben Sie schon einmal Steine von einer Reise mitgenommen? Gesteine und Mineralien waren neben Pflanzen das wichtigste Sammelgebiet Alexander von Humboldts. Mehr als tausend Exemplare, die von Humboldts Reisen zeugen, werden heute allein im Berliner Naturkundemuseum aufbewahrt.
Das aztekische Gefäß
Ob Maximilian Franck das Gefäß jemals in der Hand hielt oder nur auf Distanz abzeichnete, muss offenbleiben. Entsprechend wissen wir nichts zu seinem Material oder Gebrauch. Aus heutiger Perspektive ähnelt es einer Teekanne, mit Henkel hinten und dem Ausguss in Form eines Kopfes vorne. Ins Auge fallen unter anderem die Kopfbedeckung und der Ohrschmuck.

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Schreibtisch und Lama | Objektgeschichten der DHM-Ausstellung „Wilhelm und Alexander von Humboldt“

Was erzählt ein Schreibtisch über seinen Besitzer? Alexander von Humboldts Schreibtisch ist schlicht, aus Birkenholz und mit gewachster Leinwand bedeckt, er hat zwei große Schubladen und ein abnehmbares Zeichenbrett. Humboldt kaufte ihn 1827 unmittelbar nach seiner Übersiedlung von Paris nach Berlin und nutzte ihn über 30 Jahre lang bis zu seinem Tod 1859 – unter anderem für die Anfertigung des zweiten Teils seiner Kosmos-Vorlesungsreihe.
Zusammen mit einer kleinen Reisegesellschaft durchquerte Alexander von Humboldt Gebiete wie das heutige Venezuela, Peru, Mexiko, Ecuador und Kuba. Anders als bei ähnlichen Expeditionen üblich, begleitete die Gruppe kein professioneller Reisezeichner. Stattdessen dokumentierte Humboldt seine Eindrücke in den meisten Fällen selbst. Dabei nutzte er Linienzeichnungen, die dem klassizistischen Geschmack seiner Zeit entsprechend die Natur in möglichst präzisen Konturen festhielten. Diese Zeichentechnik erlaubte zugleich die äußerst rasche Anfertigung von Skizzen. So entstanden in Alexander von Humboldts Amerikaaufzeichnungen etwa 450 Abbildungen von Landschaften, Pflanzen und Tieren.

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19.12.2019, „Inauguración de la Casa Museo Humboldt“, La Habana, Cuba

El 19 de diciembre, el día en el cual Alexander von Humboldt llegó por primera vez a la Isla de Cuba, se celebrará la inauguración oficial de la Casa Museo Humboldt en La Habana. Así La Habana tendrá su Museo Humboldt, que será al mismo tiempo un lugar para celebrar eventos culturales y científicos entre Cuba y Alemania.
También se inaugurará una exposición permanente sobre la obra y la vida del „segundo descubridor de Cuba“, junto a una conferencia de los curadores de esta selección de obras.

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Schmetterling-Naturselbstdruck und Kalenderstein | Objektgeschichten der DHM-Ausstellung „Wilhelm und Alexander von Humboldt“

SCHMETTERLING-NATURSELBSTDRUCK
Bereits in seiner Kindheit sammelte Alexander von Humboldt im ländlichen Tegel Insekten und Pflanzen, um die Natur kennenzulernen und in ein Ordnungsgefüge zu bringen. Farbe und Textur von organischem Material verändern sich allerdings im Laufe der Zeit. Sogenannte Naturselbstdrucke waren eine Möglichkeit, Flora und Fauna dauerhaft abzubilden.

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Chica-Farbe und Heiliger Ibis | Objektgeschichten der DHM-Ausstellung „Wilhelm und Alexander von Humboldt“

CHICA-FARBE
Mit dem Chica, das Alexander von Humboldt von seiner Forschungsreise aus Lateinamerika mit nach Hause brachte, verhielt es sich anders als zunächst vermutet. Er war davon ausgegangen, dass die rote Erdfarbe zum Schutz vor Insektenstichen diente. Zahlreiche Begegnungen mit indigenen Gruppen zeugten jedoch von einer soziokulturellen Praxis: Die Menschen, die entlang des gigantischen Flusses Orinoco wohnten, verwendeten das Chica zum Verzieren ihrer Haut.
HEILIGER IBIS
Was hat dieser ausgestopfte Vogel mit dem Sprachwissenschaftler Wilhelm von Humboldt zu tun? War es nicht sein Bruder Alexander, der von seinen Forschungsreisen Pflanzen, Steine und Tierpräparate mitbrachte? Der auf dem afrikanischen Kontinent heimische Ibis war für Wilhelm von Humboldt nicht aus biologischer, sondern aus sprachwissenschaftlicher Perspektive interessant. Seit den 1820er Jahren und bis zu seinem Tod 1835 beschäftigte sich Wilhelm nicht nur mit den Sprachen der Welt, sondern auch mit Schriftsystemen wie den ägyptischen Hieroglyphen.

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04.-06.12.2019, Conference: „Alexander von Humboldt: Circulation of State Knowledge in Europe and Latin America“, Berlin

Conference, Dec 4-6, 2019, Berlin Alexander von Humboldt: Circulation of State Knowledge in Europe and Latin America Alexander von Humboldt’s

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03.12.2019 „Alexander von Humboldt und die Sprache“. Vortrag von Jürgen Trabant

Wer über Wilhelm oder Alexander von Humboldt forscht, wird sich notgedrungen auf einen der beiden Brüder konzentrieren. Zu umfangreich und komplex sind ihre jeweiligen Forschungen, Publikationen und Lebensleistungen, als dass man sich beiden zugleich mit hinreichender Aufmerksamkeit widmen könnte. Den je anderen Bruder aus dem Blick zu verlieren, ist angesichts ihrer persönlichen Beziehung und wissenschaftlicher Querverbindungen jedoch auch undenkbar.
Dies zeigen anschaulich die Untersuchungen zum dritten Kapitel aus Alexander von Humboldts „Ansichten der Natur“ (3. Aufl. 1849), die der Sprachwissenschaftler und führende Wilhelm-von-Humboldt-Experte Jürgen Trabent angestellt hat. Am 3. Dezember 2019 um 18:00 trägt er im Senatssaal der Humboldt-Universität über „Das nächtliche Thierleben im Urwalde“ aus sprachtheoretischer Perspektive vor.

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